Warum müssen Leute in leitender Stellung andere, die von ihnen abhängig sind, bevormunden?

Das könnte sich Robert Walser gefragt haben, so jedenfalls ist zu vermuten, liest man folgendes:

>>Aufschlussreich wiederum waren auch die Blicke in Walsers Mikrogramme, die vollständig entziffert und veröffentlicht werden sollen. Angela Thut und Christian Walt führten das komplexe Editionsverfahren vor und gaben ausserdem eine schöne Kostprobe, wie manches Wunder Walserscher Prosa nun entzaubert werden könnte: Wo Jochen Greven, der als Erster die Mikrogramme entziffert hatte, im Räuber-Roman noch las: «Geringele von Mohnblättern mit Haarschwärzlichkeiten», wird es nun heissen: «Herausgeber von Wochenblättern mit Herrscherähnlichkeiten». Das ist zwar weniger poetisch, aber näher an Walsers Realität, der in der Tat unter den Herrschaftsallüren mancher Redaktoren gelitten hat.<<

Zitat und mehr Text zur neuen Walser-Ausgabe hier:

http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/zuercher_kultur/poetische-entzauberungen-1.18070652

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Empfehlenswerte Seite: Carola Veit

http://amor.cms.hu-berlin.de/~h1465b2k/publikationen.html

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WDR3 Buchkritik Beckett hat schlechte Laune Samuel Beckett: „Weitermachen ist mehr, als ich tun kann. Briefe 1929 – 1940“

Zur Rezension geht es hier:

http://www.wdr3.de/literatur/weitermachenistmehralsichtunkann100.pdf

Und zur Rezession hier:

http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Startseite/startseite_node.html

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Ein Zitat aus Benjamins Aufsatz über Goethes Wahlverwandtschaften

Demnach bleibt in aller Schönheit der Kunst jener Schein, will sagen jenes Streifen und Grenzen ans Leben noch wohnen und sie ist ohne diesen nicht möglich. Nicht aber umfaßt derselbe ihr Wesen. Dieses weist vielmehr tiefer hinab auf dasjenige, was am Kunstwerk im Gegensatze zum Schein als das Ausdruckslose bezeichnet werden darf, außerhalb dieses Gegensatzes aber in der Kunst weder vorkommt, noch eindeutig benannt werden kann. Zum Schein nämlich steht das Ausdruckslose, wiewohl im Gegensatz, doch in derart notwendigem Verhältnis, daß eben das Schöne, ob auch selber nicht Schein, aufhört ein wesentlich Schönes zu sein, wenn der Schein von ihm schwindet. Denn dieser gehört ihm zu als die Hülle und als das Wesensgesetz der Schönheit zeigt sich somit, daß sie als solche nur im Verhüllten erscheint. Nicht also ist, wie banale Philosopheme lehren, die Schönheit selbst Schein.

[…]

Nicht Schein, nicht Hülle für ein anderes ist die Schönheit. Sie selbst ist nicht Erscheinung, sondern durchaus Wesen, ein solches freilich, welches wesenhaft sich selbst gleich nur unter der Verhüllung bleibt. Mag daher Schein sonst überall Trug sein – der schöne Schein ist die Hülle vor dem notwendig Verhülltesten. Denn weder die Hülle noch der verhüllte Gegenstand ist das Schöne, sondern dies ist der Gegenstand in seiner Hülle. Enthüllt aber würde er unendlich unscheinbar sich erweisen. Hier gründet die uralte Anschauung, daß in der Enthüllung das Verhüllte sich verwandelt, daß es `sich selbst gleich´ nur unter der Verhüllung bleiben wird. Also wird allem Schönen gegenüber die Idee der Enthüllung zu der der Unenthüllbarkeit. Sie ist die Idee der Kunstkritik.

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The Beckett Circle now online

http://www.beckettcircle.org/

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London Beckett Seminar: April 2013

25 April 2013, 3.00pm-4.30pm · Birkbeck College, London

This seminar aims to bring together all students and researchers with an interest in the work of Beckett. The seminar undertakes close readings of Beckett’s work, and of texts related to it. There are also papers and reports on work in progress from members of the seminar and invited speakers.
Papers

Robert Kiely (Birkbeck College)
‚Beckett, Nordau, and Pathologized Mysticism.‘

Adam Winstanley (University of York)
‚“We have our faults, but ideas is not one of them“: Beckett, Max Nordau and Intertextual Sterility in “Echo’s Bones”.‘
Convenor:

Laura Salisbury
School of English and Humanities
Birkbeck College
l.salisbury@english.bbk.ac.uk
Location

Keynes Library (114), Birkbeck College, 43 Gordon Square, WC1H 0PD

Public Event. All are welcome to attend.

Read More:

http://www.bbk.ac.uk/english/our-research/research_seminars/lbs

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Samuel Beckett and Paul Celan

Samuel Beckett and Paul Celan

George Hunka on John Felstiner’s essay, ‚Paul Celan Meets Samuel Beckett‘
Paul Celan (left) and Samuel Beckett (right)

From Superfluities Redux: ‘According to John Felstiner, Theodor Adorno considered Paul Celan “the only authentic postwar writer to stand with Samuel Beckett.” (Adorno, Beckett, Celan: there’s the beginning of an alphabestiary to contend with.) Along with Adorno’s high regard, Beckett and Celan also shared Paris as their home for most of their adult lives, but surprisingly their paths never crossed. In the 2004 essay “Paul Celan Meets Samuel Beckett,” Felstiner describes the writers’ shared concerns, which become even more obvious as the years go by […]’ [Read More]

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Kracauer und Adorno

Am Dienstag, 16. April 2013, um 18 Uhr, gibt es im Rahmen der Reihe „Frankfurt liest ein Buch“ eine Führung, Lesung und ein musikalisches Programm mit dem Titel „Siegfried Kracauer und Theodor W. Adorno – Eine kompromisslose Freundschaft“. Treffpunkt ist um 18 Uhr beim Veranstalter Hessen Shop, Leipziger Straße 49, in Frankfurt-Bockenheim. Nach einem Spaziergang zum Institut für Sozialforschung in Bockenheim, gibt es dort eine Führung, die einen Einblick in die Biografien Adornos und Kracauers sowie in ihre ambivalente Beziehung vermittelt. Über das Adorno-Denkmal führt der Weg zum Zentrum Verkündigung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in der Markuskirche, Markgrafenstraße 14, wo Dore Struckmeier-Schubert und Norbert Rojan um 19.30 Uhr aus dem Roman „Ginster“ und den Reportagen Kracauers aus den 1920er Jahren lesen. Musikalisch begleitet wird die Lesung mit Liedkompositionen von Theodor W. Adorno, die Christa Kirschbaum, Mezzosopran, und Britta Elschner, Klavier, zu Gehör bringen.

Siegfried Kracauer und Theodor W. Adorno lernten sich in den frühen 1920er Jahren in Frankfurt kennen. In seinen ersten Briefen gesteht der ältere Kracauer dem wesentlich jüngeren Adorno gegenüber offen seine Liebe. Diese von beiden Seiten verdrängte homoerotische Komponente geht nach der anfänglichen Lehrer-Schüler-Beziehung in eine gleichberechtigte intellektuelle Freundschaft über. Die Hass-Liebe bleibt bis zum Tod Kracauers 1966 in wechselvoller Art bestehen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 8 Euro. Kontakt und Kartenbestellung beim Hessen Shop unter Telefon 069 7077649 und per E-Mail an info@hessen-shop.com

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Friedrich Schlegel

>>Die modernen Epopöen hingegen schweben ohne allen Anhalt isoliert im leeren Raume.<<

(aus: Über das Studium der griechischen Poesie)

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Dubliner – Gerd Wameling liest James Joyce in der Stadtbibliothek Mitte

Pressemitteilung Nr. 144/13 vom 04.04.2013

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz, Sabine Weißler, informiert:

Am Mittwoch, dem 15. Mai 2013, um 20.00 Uhr präsentiert der Schauspieler Gerd Wameling in der Philipp-Schaeffer-Bibliothek das Hörbuch Dubliner von James Joyce. Ein Gespräch mit Albert Bolliger vom Schweizer Sinus Verlag rundet die Veranstaltung ab.

Gerd Wameling, geboren 1948, spielt neben seiner Theaterkarriere in diversen Fernseh- und Kinoproduktionen und ist einer der beliebtesten und bekanntesten deutschen Hörbuchsprecher.
Nach der Schauspielausbildung an der Folkwang-Hochschule in Essen und einem Engagement in Frankfurt am Main ging er 1974 zu Peter Stein an die Berliner Schaubühne. Dort war er bis 1992 Ensemblemitglied und gehörte zum Kern der ‚alten Schaubühne‘. Seit 1992 arbeitet er frei, beispielsweise bei den Salzburger Festspielen und am Burgtheater Wien. In Berlin spielte er in der Bar jeder Vernunft und im Renaissance-Theater.
In Film und Fernsehen war er u.a. in Wim Wenders’ „In weiter Ferne, so nah!“, Peter Steins „Trilogie des Wiedersehens“, in der Krimireihe „Bella Block“ oder im Tatort „Tödlicher Galopp“ zu sehen. Einem breiteren Publikum ist er als Staatsanwalt Dr. Fried aus der Serie „Wolffs Revier“ bekannt.

Das Hörbuch mit insgesamt 7 CDs und 475 Erzählminuten wird neben Gerd Wameling von Christian Brückner, Stefan Kaminski, Dagmar Manzel, Eva Mattes und Ulrich Matthes gelesen.
Dubliner, 1914 erschienen, sind 15 frühe Meistererzählungen, mit welchen James Joyce der irischen Hauptstadt einen Platz auf der literarischen Weltkarte sicherte. Die Erzählungen geben kritische Einblicke in das Dublin und die städtische Gesellschaft Irlands jener Zeit. Joyce zeigt ein Land zwischen nationalem Aufbruch und kolonialer Mutlosigkeit, aufstrebendem Bürgertum und Emigration, der Beengtheit Dubliner Häuser und Familien und der Sehnsucht nach der „weiten Welt“.

James Joyce, 1882 in Dublin geboren, wuchs in schwierigen und ärmlichen Familienverhältnissen auf. Joyce studierte am University College von Dublin moderne Sprachen, u.a. Englisch, Französisch und Italienisch. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog er mit seiner Familie nach Zürich, wo sein bekanntestes Werk Ulysses entstand. 1920 zog Joyce nach Paris, wo er bis zu Frankreichs Besetzung im Zweiten Weltkrieg lebte. James Joyce starb am 13. Januar 1941 in Zürich.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Hörbuch-Präsentation HörGut Berlin-Mitte 2013 vom 15.04.-07.06.2013 statt: Unter dem Motto „Gestern auf der Messe – heute in Berlin“ können sich die Besucher der Ausstellung einen umfassenden Überblick über die neusten Produktionen zahlreicher Verlage verschaffen.
Neben allen Gewinnern des Deutschen Hörbuchpreises 2013 sind Hörspiele und Lesungen, darunter viele aktuelle Bestseller, sowie Sachhörbücher zu den unterschiedlichsten Themen und für verschiedene Altersgruppen im Angebot.
Die Lesung findet mit Unterstützung des Sinus Verlages statt.
Der Eintritt ist frei.

Philipp-Schaeffer-Bibliothek
Brunnenstr. 181, 10119 Berlin
Tel.: 9018 2 4444 | E-Mail: schaeffer@stb-mitte.de
U8 Rosenthaler Platz; Tram M1, M8, 12; Bus 240
Mo – Fr 10.00-19.30 Uhr; Sa 10.00-14.00 Uhr

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