beckett@111 – Internationales Festival in Freiburg

In der Zeit vom 4.3.-11.3.2017 findet im E-Werk in Freiburg das Internationale Festival “beckett@111″ zum 111. Geburtstag Samuel Becketts statt.

Das Festival wurde von dem international arbeitenden polnischen Schriftsteller, Übersetzer und Theaterregisseur Marek Kedzierski konzipiert und in Zusammenarbeit mit Raimund Schall, Theater Zerberus entwickelt.

samuel.beckett@111 kombiniert Musik, Theater, Performance, Video- und Audiokunst, Installationen, Ausstellungen, Workshops, Lesungen und Diskussionen. Als Beitrag aus der Musik sind Originalkompositionen von Alwynne Pritchard (GB, Norwegen) und Mesias Maiguashca (Ecuador, BRD) in Arbeit. Das Theater kreist um die späten Stücke von Beckett, sie werden von Künstlern aus England, Frankreich, BRD, Italien, Norwegen, Schweden, Polen, USA, Jamaika mit ihren ursprünglichen „Akzenten“ gespielt. Es ist auch ein akademisches Rahmenprogramm in Vorbereitung.

Die Eintrittspreise sind moderat; teilweise freier Eintritt (z.B. am 9.3.: Gespräch mit Walter D. Asmus, dem Ehrengast des Festivals)

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Comic: “Warteschleife bei Dr. Godot” von Art Spiegelman

Quelle: FAZ-Artikel vom 18.01.2017, Verfasser: Andreas Platthaus

Art Spiegelman

Nichts ist komischer als das Unglück

Schwer erkrankt, sucht der berühmte Comiczeichner Art Spiegelman bei Samuel Beckett Trost. Und verwandelte „Warten auf Godot“ in eine autobiographische Comic-Fabel.

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Beckett und Stuttgart

aus: Stuttgarter Zeitung 28.12.16:

(mit freundlicher Genehmigung des Verfassers des Artikels und des SWR)

Samuel Beckett und Stuttgart

Die glücklichen Tage der Neckarstraße

Von Thomas Morawitzky

Das Theater, die Einsamkeit und ein 2CV: Der dritte Band der Briefe Samuel Becketts zeigt den Dichter des Scheiterns auf dem Höhepunkt seines Erfolges. Beckett findet neue Formen des Schreibens und reist nach Stuttgart.

Der SDR in Stuttgart bot ihm eine Heimat: Samuel Beckett (Mitte, rechts) bei den Dreharbeiten zu „He Joe“, 1966 Foto: SWR/Hugo Jehle
Der SDR in Stuttgart bot ihm eine Heimat: Samuel Beckett (Mitte, rechts) bei den Dreharbeiten zu „He Joe“, 1966Foto: SWR/Hugo Jehle

Stuttgart – Ein knapper Brief, eine Fußnote, eine lange Geschichte: Am 22. Oktober 1965 schreibt Samuel Beckett an Reinhardt Müller-Freienfels, den Leiter des Fernsehspiels beim SDR Stuttgart. Beckett geht auf das Angebot ein, sein Fernsehspiel „He Joe“ in Stuttgart zu inszenieren. Werner Spies, Korrespondent des SDR in Paris, hat den Kontakt zwischen Beckett und der Stuttgarter Redaktion hergestellt. Spies gewann nicht nur den späteren Nobelpreisträger Beckett als Autor für den SDR. Claude Simon, Nathalie Sarraute, Francis Ponge, Michel Butor, Marguerite Duras, Robert Pinget – sie alle wurden von ihm nach Stuttgart vermittelt und besuchten gemeinsam mit ihm die Stadt

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The Letters of Samuel Beckett: Volume 4, 1966 – 1989 (Englisch)

Der 4. und letzte Band von Becketts Briefen liegt in Englisch vor und ist im Cambridge University Press Verlag erschienen. Die deutsche Ausgabe wird voraussichtlich erst ab 2018 erhältlich sein. Zum Einlesen nachfolgend ein paar Sätze aus dem 4. Band:

Giacometti dead. George Devine dead. Yes, drive me to Père Lachaise and go straight through the red lights.

Still alive. Just.

Thank you for the book you sent me that I will read later.

The work has run aground. From the wreckage I’ve rescued barely a thousand words in a pitiable state. All the verbs have died. Apart from the ones I’ve just used.

My eyesight is getting worse and I can now barely walk. I am not long for this world. No great loss.

Thank you for your letter. I have no idea how the Nobel works. I’m pleased you feel I am deserving but I have no appetite for such an honour. Knowing my luck, I might still be alive by the time they get round to giving it to me.

I have read Nick’s poems. They aren’t very good, but he’s so impoverished I dare say an endorsement would cheer him up.

I regret I must decline your interview request as I have nothing to say.

Still standing, though stooped. Surprised myself by waking up.

End of mother very distressing. We buried her somewhere. Glad I came though doubt I shall return to Ireland again.

So sorry to hear that you have died. It won’t be long before I fall over the abyss and join you.

I read La Nausée once but it was not in my thinking when I wrote Watt.

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mehr: https://www.theguardian.com/books/2016/sep/25/the-letters-of-samuel-beckett-1966-1989-digested-read

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Weitere Beckett-Aufführungen …

Berliner Ensemble: Endspiel, mehrere Aufführungen Dez16, Jan17

Thalia Theater Hamburg: Warten auf Godot, mehrere Aufführungen Dez16-Apr17

Landestheater Tübingen Ltt: Glückliche Tage (nur noch Sylvester)

 

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Typisch Beckett (Sätze aus “Texte um Nichts”)

Wohin ginge ich, wenn ich gehen könnte, was wäre ich, wenn ich sein könnte, was sagte ich, wenn ich eine Stimme hätte, wer spricht so und nennt sich ich? / … kann es ein Anderswo für dies unendliche Hier geben? / Ich werde keine Angst mehr haben vor großen Worten, sie sind nicht groß / …ohne geendet zu haben, ohne beginnen zu können, das ist mein Leben / …das ist eben die ganze negative Schönheit der Sprache, deren Negationen leider das gleiche Schicksal erleiden … / …ich bin ganz froh darüber, ganz froh, daß ich damit fertig bin, keuchend hinter mir her zu laufen … / … das ist der Fehler, den ich gemacht habe, einer der Fehler, eine eigene Geschichte gewollt zu haben, wo das bloße Leben genügt / … die Nacht verbietet, was der Tag erlaubt / Er läßt mich sprechen, wobei er sagt, daß ich es nicht sei, geniale Idee, … / …fang nicht wieder an, hör nicht alles, sag nicht alles, es ist alles schon dagewesen, es ist alles dasselbe, das ist sicher / Auch die Wörter träge, träge, das Subjekt stirbt, bevor es das Verbum erreicht, auch die Wörter erstarren / …es war die gute Zeit, ich wußte weder, wo ich war, noch wie ich gemacht war, noch seit wann, noch bis wann … / Nun ja, da bin ich, ein kleines Staubkorn in einem kleinen Winkel, das ein aus dem verlorenen Draußen kommender Hauch hochhebt und das der nächste wieder niederschlägt / …

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Buchempfehlung “Sein oder Nichts”

Sachbuch-Bestenliste Sept. 2016: Rang 8

Dieter Henrich, Sein oder Nichts – Erkundungen um Samuel Beckett und Hölderlin

C.H. Beck, 493 S., 39,95 Euro

hier

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Robert Wilson inszeniert ENDSPIEL m Berliner Ensemble

http://www.morgenpost.de/kultur/theater/article208874011/Robert-Wilson-inszeniert-ein-bilderstarkes-Endspiel-am-BE.html

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La Mont Sainte Victoire by Paul Cezanne

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Beckett und die Malerei

 

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Explores Samuel Beckett’s relation to painting and the visual imagination that informs his theatrical work

Beckett was deeply engaged with the visual arts and individual painters, including Jack B. Yeats, Bram van Velde, and Avigdor Arikha. In this monograph, David Lloyd explores what Beckett saw in their paintings. He explains what visual resources Beckett found in these particular painters rather than in the surrealism of Masson or the abstraction of Kandinsky or Mondrian. The analysis of Beckett’s visual imagination is based on his criticism and on close analysis of the paintings he viewed. Lloyd shows how Beckett’s fascination with these painters illuminates the ‘painterly’ qualities of his theatre and the philosophical, political and aesthetic implications of Beckett’s highly visual dramatic work.

Key Features

  • Discusses Beckett’s relationship with three painters crucial to his life-long dialogue with the visual arts
  • The first book to examine the paintings that Beckett would have known and on which he based his critical remarks
  • Accounts for the increasing visuality of Beckett’s theatre in relation to his evolving appreciation of painting and the formal questions posed by that medium
  • Explores Beckett’s anticipation of European phenomenology and psychoanalysis in relation to Heidegger and Lacan

https://edinburghuniversitypress.com/book-beckett-039-s-thing.html

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