Becketts „Endspiel“ als Oper (von György Kurtag)

Der ungarische Komponist György Kurtag (92) erweitert mit seiner Oper „Fin de Partie“, die am 15.11.2018 an der Mailänder Scala uraufgeführt wurde, die große Liste der sog. Literaturopern, bei denen es sich um Musikadaptionen von Bühnenwerken aber auch von Romanen und Erzählungen handelt.

Kurtag weist darauf hin, dass es sich bei der Oper um einen „Entwurf“ handelt (so auch im Libretto vermerkt) und nicht um eine definitive Version. Er arbeitet also immer noch an dem Beckettschen Text, trotz Uraufführung. Ein Novum! 

Detaillierte/Weitere Informationen zur Uraufführung und auch zu Kurtag und Beckett siehe WDR Radio Opernblog vom 16.11.2018 (Link), FAZ vom 18.11.2018 (Link) und ZEIT.Online vom 22.11.2018 (Link).

Die Aufführungen in der Mailänder Scala endeten am 25.11.2018.
Am 16.12.2018 kann die Oper in WDR 3 Oper gehört werden.
Ab 06.03.2019 wird das Werk an der Oper Amsterdam aufgeführt.

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Finissage „German fever. Beckett in Deutschland“: Lesung im DLA Marbach

Die Ausstellung* „German Fever. Beckett in Deutschland“ endet am Sonntag den 14.10.2018. An diesem Tag findet im Literaturmuseum der Moderne (Berthold-Leibinger-Auditorium) eine Lesung statt. Beginn 19:30 Uhr. Eintritt frei

Schon in jungen Jahren zog es den Iren Samuel Beckett auf den ›Kontinent‹: zunächst nach Kassel, wo er sich verliebt hatte, später nach Paris. Dort lebte er seit 1937. Zum Abschluss der Ausstellung werden Dokumente aus Becketts Zeit in Kassel gelesen sowie unbekannte Berichte und Notizen des Verlegers Siegfried Unseld über das Pariser Leben Becketts. Außerdem wird nach Becketts anhaltender Bedeutung für das Theater gefragt. Moderation: Ellen Strittmatter und Jan Bürger


*Samuel Becketts Begeisterung für die deutsche Sprache und Kultur prägt sein Denken und Schreiben. Die in Kooperation mit der University of Reading entstandene Ausstellung zeigt seine Auseinandersetzung mit Deutschland in den bisher unveröffentlichten Reisetagebüchern von 1936/37, in Briefen und Manuskriptentwürfen. Becketts Inszenierungen am Schiller-Theater Berlin, seine Arbeit mit dem Süddeutschen Rundfunk, aber vor allem seine Verbindung zu Siegfried Unseld und dem Suhrkamp Verlag lenken den Blick darüber hinaus auf Becketts kulturgeschichtliche Bedeutung.

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Beckett im Quadrat

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Beckett im Quadrat

Stationen-Theater in der Samuel-Beckett-Anlage

am Samstag, 25. August und Sonntag, 26. August 2018

Beginn jeweils 17 Uhr

Treffpunkt: Bodelschwinghstr. 5, Kassel

Namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler aus Kassel führen kurze Szenen aus dem Werk Samuel Becketts auf

!Bitte reservieren Sie sich diesen Termin!
Im Laufe des Julis werden wir Sie detaillierter informieren.

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Happy Birthday!

Die Samuel Beckett Gesellschaft feiert am Freitag, 13. April 2018 ab 17 Uhr im „The Shamrock Irish Pub“, Bürgermeister-Brunner-Str. 19 (Kassel) den 112. Geburtstag des irischen Literaturnobelpreisträger Samuel Beckett und freut sich über Gäste.
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Neuerscheinung 2018: Samuel Becketts Spuren im 21. Jahrhundert

Katharina Knüppel: Samuel Becketts Spuren im 21. Jahrhundert – Intermediale Transformationen in bildender Kunst und Choreographie

„Samuel Beckett is more alive than ever“. So konstatierten 2011 die Herausgeber (Mark Nixon und Mathew Feldmann) der Zeitschrift Samuel Beckett Today/Aujourd’hui,  die seit 1993 das Werk des Dramatikers, Lyrikers, Romanciers, Hörspielautors, Theater und Fernsehregisseurs aufarbeitet.

Die vorgelegte Arbeit möchte der anhaltenden Lebendigkeit von Becketts Erbe im 21. Jahrhundert nachgehen.

Das Buch erscheint im epodium-Verlag München in der Reihe INTERVISIONEN – Texte zu Theater und anderen Künsten (Band 12). Herausgeber: Christopher Balme, unter der Mitarbeit von Andreas Backoefer. Es kostet 37 Euro.

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SPIELARTEN DES KOMISCHEN VON WILHELM BUSCH BIS SAMUEL BECKETT

Die „Evangelische Akademie Hofgeismar“ veranstaltet vom 9. bis 11. Februar ein Seminar mit diesem Thema. In der Beschreibung heißt es u.a.:

Der französische Philosoph Henri Bergson hat in seinem grundlegenden Essay „Das Lachen. Ein Essay über die Bedeutung des Komischen“ von 1899 den Weg gewiesen, die komische Phantasie auf keinen Fall in eine Definition zu zwingen, jedoch einige Grundformen festzuhalten, wie etwa die planvolle Einrichtung von Lücken, die überraschende Zusammenführung heterogener Elemente, die Nicht-Erfüllung einer zuvor aufgebauten Erwartung. Dem werden wir nachgehen, denn Witz und Humor in ihrer Unterschiedlichkeit sollen nicht begrifflich seziert, sondern erfahren werden im gemeinsamen verweilenden Lesen und Diskutieren ausgewählter Beispiele aus dem unvorstellbar reichen Feld humoristischer und komischer Lyrik und Prosa.

Alle weiteren Details HIER.

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Ankündigung: Tagung der Deutschen Kafka-Gesellschaft (DKG)

Vom 5. bis 7. Oktober 2018 findet an der FernUniversität in Hagen eine Tagung zum Thema „Kafkas Dinge“ statt.

Dinge im alltäglichen Wortsinn gehören offensichtlich nicht zu den zentralen Gegenständen von Kafkas Texten. Sie werden kaum explizit mit Bedeutung aufgeladen und auratisiert, bleiben eher unscheinbar und peripher, aber auch sperrig und insistierend. Gerade deshalb kann es der Kafka-Forschung neue Perspektiven eröffnen, wenn die Aufmerksamkeit auf sie gelenkt wird. Dies gilt auch deswegen, weil sich teils recht merkwürdige Dinge vor allem in Kafkas Kurztexten, Fragmenten und Erzählansätzen finden. Erwartet werden Beiträge von Nachwuchswissenschaftlern, die eine Auseinandersetzung mit Kafka jenseits der ausgetretenen Pfade der Kafka – Forschung suchen und die sich jeweils auf ein konkretes Ding in einem bestimmten Text oder Textfragment konzentrieren, um dessen Auftauchen und dessen kulturwissenschaftlichen Kontext möglichst präzise in seiner Dinglichkeit zu beschreiben und zu analysieren sowie in weiterführende Problemzusammenhänge und Hintergründe einzubetten……… (Text: Ausschnitt aus einer Mitteilung der DKG an ihre Mitglieder)

Nähere Informationen über ggoergen@freenet.de. 

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Buchempfehlungen

Ulrich Pothast, Die eigentlich metaphysische Tätigkeit – Über Schopenhauers Ästhetik und ihre Anwendung durch Samuel Beckett 

Die eigentlich metaphysische Tätigkeit gibt eine Rekonstruktion von Schopenhauers Ästhetik unter den Gesichtspunkten, die für ihr Weiterleben bei >modernen< Autoren, vor allem bei Beckett, entscheidend waren. Im zweiten Teil geht Ulrich Pothast der Vermutung nach, daß Beckett in seiner eigenen Kunstproduktion sein frühes metaphysisches Konzept von Kunst nicht nur beibehalten, sondern auch resolut fortgeschrieben hat. MEHR ….

2. Auflage 2016, erschienen: 24.07.1989, suhrkamp taschenbuch wissenschaft 787, Taschenbuch, 412 Seiten, ISBN: 978-3-518-28387-5, 20 Euro

Sandra Fluhrer, Konstellationen des Komischen, Beobachtungen des Menschen bei Franz Kafka, Karl Valentin und Samuel Beckett

Die Frage, wie Komik funktioniert, gehört zu den besonders umstrittenen und zugleich zu den besonders vernachlässigten Problemstellungen der geisteswissenschaftlichen Forschung. Sandra Fluhrer versucht eine Annäherung an die Funktionsweise des Komischen über eine philologische Näherungsarbeit am komischen Text. Gegenstand der komparatistischen Studie sind literarische, theatrale, filmische und zeichnerische Arbeiten Franz Kafkas, Karl Valentins und Samuel Becketts. Detaillierte Analysen belegen eine ästhetische Verwandtschaft der drei Autoren …… MEHR ….

1. Aufl. 2016, periplous, Münchener Studien zur Literaturwissenschaft, 410 Seiten, 17 s/w Abb., kart., ISBN: 978-3-7705-6035-6, 49,90 Euro

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Premiere „Endspiel“, 12.01.18, Schauspielhaus Köln

Inszenierung von Rafael Sanchez, Hausregisseur am Schauspielhaus Köln

»Es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende« – so heißt es gleich zu Beginn von Becketts düsterer Komödie. In einer schwindenden Welt sind sie übriggeblieben, Hamm, der Herr, Clov, der Knecht, sowie Hamms Eltern, die »verfluchten Erzeuger«. Sie können nicht fort, sie sind gefangen in gegenseitiger Abhängigkeit an einem trostlosen Ort. Und so spielen sie das unendliche Endspiel, sie reden an gegen die Hoffnungslosigkeit, die überall lauert. Es sind verzweifelte Clowns, die mit großem Witz und voller Boshaftigkeit gegen das Nichts ankämpfen: »Die Zone der Indifferenz drängt von innen nach außen« (Adorno). Die einzige Waffe, die bleibt, ist Humor.

Besetzung und weitere Termine klicke ……. hier

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