Beckett im Quadrat

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Beckett im Quadrat

Stationen-Theater in der Samuel-Beckett-Anlage

am Samstag, 25. August und Sonntag, 26. August 2018

Beginn jeweils 17 Uhr

Treffpunkt: Bodelschwinghstr. 5, Kassel

Namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler aus Kassel führen kurze Szenen aus dem Werk Samuel Becketts auf

!Bitte reservieren Sie sich diesen Termin!
Im Laufe des Julis werden wir Sie detaillierter informieren.

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Happy Birthday!

Die Samuel Beckett Gesellschaft feiert am Freitag, 13. April 2018 ab 17 Uhr im „The Shamrock Irish Pub“, Bürgermeister-Brunner-Str. 19 (Kassel) den 112. Geburtstag des irischen Literaturnobelpreisträger Samuel Beckett und freut sich über Gäste.
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Neuerscheinung 2018: Samuel Becketts Spuren im 21. Jahrhundert

Katharina Knüppel: Samuel Becketts Spuren im 21. Jahrhundert – Intermediale Transformationen in bildender Kunst und Choreographie

„Samuel Beckett is more alive than ever“. So konstatierten 2011 die Herausgeber (Mark Nixon und Mathew Feldmann) der Zeitschrift Samuel Beckett Today/Aujourd’hui,  die seit 1993 das Werk des Dramatikers, Lyrikers, Romanciers, Hörspielautors, Theater und Fernsehregisseurs aufarbeitet.

Die vorgelegte Arbeit möchte der anhaltenden Lebendigkeit von Becketts Erbe im 21. Jahrhundert nachgehen.

Das Buch erscheint im epodium-Verlag München in der Reihe INTERVISIONEN – Texte zu Theater und anderen Künsten (Band 12). Herausgeber: Christopher Balme, unter der Mitarbeit von Andreas Backoefer. Es kostet 37 Euro.

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SPIELARTEN DES KOMISCHEN VON WILHELM BUSCH BIS SAMUEL BECKETT

Die „Evangelische Akademie Hofgeismar“ veranstaltet vom 9. bis 11. Februar ein Seminar mit diesem Thema. In der Beschreibung heißt es u.a.:

Der französische Philosoph Henri Bergson hat in seinem grundlegenden Essay „Das Lachen. Ein Essay über die Bedeutung des Komischen“ von 1899 den Weg gewiesen, die komische Phantasie auf keinen Fall in eine Definition zu zwingen, jedoch einige Grundformen festzuhalten, wie etwa die planvolle Einrichtung von Lücken, die überraschende Zusammenführung heterogener Elemente, die Nicht-Erfüllung einer zuvor aufgebauten Erwartung. Dem werden wir nachgehen, denn Witz und Humor in ihrer Unterschiedlichkeit sollen nicht begrifflich seziert, sondern erfahren werden im gemeinsamen verweilenden Lesen und Diskutieren ausgewählter Beispiele aus dem unvorstellbar reichen Feld humoristischer und komischer Lyrik und Prosa.

Alle weiteren Details HIER.

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Ankündigung: Tagung der Deutschen Kafka-Gesellschaft (DKG)

Vom 5. bis 7. Oktober 2018 findet an der FernUniversität in Hagen eine Tagung zum Thema „Kafkas Dinge“ statt.

Dinge im alltäglichen Wortsinn gehören offensichtlich nicht zu den zentralen Gegenständen von Kafkas Texten. Sie werden kaum explizit mit Bedeutung aufgeladen und auratisiert, bleiben eher unscheinbar und peripher, aber auch sperrig und insistierend. Gerade deshalb kann es der Kafka-Forschung neue Perspektiven eröffnen, wenn die Aufmerksamkeit auf sie gelenkt wird. Dies gilt auch deswegen, weil sich teils recht merkwürdige Dinge vor allem in Kafkas Kurztexten, Fragmenten und Erzählansätzen finden. Erwartet werden Beiträge von Nachwuchswissenschaftlern, die eine Auseinandersetzung mit Kafka jenseits der ausgetretenen Pfade der Kafka – Forschung suchen und die sich jeweils auf ein konkretes Ding in einem bestimmten Text oder Textfragment konzentrieren, um dessen Auftauchen und dessen kulturwissenschaftlichen Kontext möglichst präzise in seiner Dinglichkeit zu beschreiben und zu analysieren sowie in weiterführende Problemzusammenhänge und Hintergründe einzubetten……… (Text: Ausschnitt aus einer Mitteilung der DKG an ihre Mitglieder)

Nähere Informationen über ggoergen@freenet.de. 

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Buchempfehlungen

Ulrich Pothast, Die eigentlich metaphysische Tätigkeit – Über Schopenhauers Ästhetik und ihre Anwendung durch Samuel Beckett 

Die eigentlich metaphysische Tätigkeit gibt eine Rekonstruktion von Schopenhauers Ästhetik unter den Gesichtspunkten, die für ihr Weiterleben bei >modernen< Autoren, vor allem bei Beckett, entscheidend waren. Im zweiten Teil geht Ulrich Pothast der Vermutung nach, daß Beckett in seiner eigenen Kunstproduktion sein frühes metaphysisches Konzept von Kunst nicht nur beibehalten, sondern auch resolut fortgeschrieben hat. MEHR ….

2. Auflage 2016, erschienen: 24.07.1989, suhrkamp taschenbuch wissenschaft 787, Taschenbuch, 412 Seiten, ISBN: 978-3-518-28387-5, 20 Euro

Sandra Fluhrer, Konstellationen des Komischen, Beobachtungen des Menschen bei Franz Kafka, Karl Valentin und Samuel Beckett

Die Frage, wie Komik funktioniert, gehört zu den besonders umstrittenen und zugleich zu den besonders vernachlässigten Problemstellungen der geisteswissenschaftlichen Forschung. Sandra Fluhrer versucht eine Annäherung an die Funktionsweise des Komischen über eine philologische Näherungsarbeit am komischen Text. Gegenstand der komparatistischen Studie sind literarische, theatrale, filmische und zeichnerische Arbeiten Franz Kafkas, Karl Valentins und Samuel Becketts. Detaillierte Analysen belegen eine ästhetische Verwandtschaft der drei Autoren …… MEHR ….

1. Aufl. 2016, periplous, Münchener Studien zur Literaturwissenschaft, 410 Seiten, 17 s/w Abb., kart., ISBN: 978-3-7705-6035-6, 49,90 Euro

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Premiere „Endspiel“, 12.01.18, Schauspielhaus Köln

Inszenierung von Rafael Sanchez, Hausregisseur am Schauspielhaus Köln

»Es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende« – so heißt es gleich zu Beginn von Becketts düsterer Komödie. In einer schwindenden Welt sind sie übriggeblieben, Hamm, der Herr, Clov, der Knecht, sowie Hamms Eltern, die »verfluchten Erzeuger«. Sie können nicht fort, sie sind gefangen in gegenseitiger Abhängigkeit an einem trostlosen Ort. Und so spielen sie das unendliche Endspiel, sie reden an gegen die Hoffnungslosigkeit, die überall lauert. Es sind verzweifelte Clowns, die mit großem Witz und voller Boshaftigkeit gegen das Nichts ankämpfen: »Die Zone der Indifferenz drängt von innen nach außen« (Adorno). Die einzige Waffe, die bleibt, ist Humor.

Besetzung und weitere Termine klicke ……. hier

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Schauspielkritik: Becketts Stücke „He, Joe“, „Nicht ich“, „Tritte“

„“He, Joe“ (1965), „Nicht ich“ (1972) und „Tritte“ (1975) sind späte Kurztexte Becketts, allesamt Kopfinnenraumstücke, in denen nur die Erinnerung, der Schmerz, die Schuld aus den Figuren spricht – in Form eines Monologs mit sich selbst, einem repetitiven Rauschen im Kopf. Das ist unsagbar düster und trostlos – aber durchaus existenziell“, schreibt Barbara Behrendt in ihrer Schauspielkritik über die Premiere am 10.11.2017 in der Volksbühne Berlin (Regie Walter Asmus und Tino Sehgal).

Die ganze Kritik hier

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DLA Marbach, Ausstellung „German fever. Beckett in Deutschland“, Eröffnung 8.11.17

Am 8.11.2017 konnten ca. 150 Gäste erstmalig die Räume der Ausstellung im Literaturmuseum der Moderne besuchen. Vor der Eröffnung fand ein Podiumsgespräch im Humboldt-Saal mit dem Literaturwissenschaftler und Beckett-Forscher Mark Nixon (University of Reading), dem Schriftsteller Wilhelm Genazino und Jan Bürger (Moderator, DLA) statt. 

Angesprochen wurden Becketts Stationen und Begegnungen, seine Interessen, Einflüsse und Gedanken während seiner Deutschland-reisen. Wilhelm Genazino erzählte über seine Eindrücke, die er von Beckett während einer Probe am Schiller-Theater hatte. Mark Nixon sieht -und dies wurde nachvollziehbar dargelegt- Beckett als einen europäischer Schriftsteller. Als den entscheidenden Auslöser für Becketts Deutschlandreisen wurde auch noch einmal die Liebesbeziehung zu Peggy Sinclair, seiner irischen Cousine, angesprochen, die er zwischen 1928 und 1932 (?) mehrfach zu Weihnachten in Kassel besucht hatte. Kurz erwähnt wurde auch, dass die große Deutschlandreise Becketts zwischen Sept. 1936 und April 1937 und seine Beschäftigung mit der deutschen Kulturlandschaft auch auf dem Hintergrund zu sehen ist, dass sich Beckett zu dieser Zeit in einer Selbstfindungsphase befand (seine Anerkennung als Schriftsteller erfolgte sehr viel später; sein Roman Murphy (1938 erschienen) zB wurde mehrfach von den Verlagen abgelehnt). In dieser Zeit entstanden die „German Diaries“, die u.a. Becketts Eindrücke und Analysen aus seinen zahlreichen Besuchen in Museen, Galerien und bei Sammlern (ca. 500 Werke sind dokumentiert) beschreiben.  

Die Ausstellung zeigt einige Manuskriptseiten der „Diaries“ aus den ursprünglichen 6 Kladden. Dank Mark Nixon werden wir in ca. 2 Jahren diese Tagebücher in deutscher Übersetzung lesen können. Becketts frühe Deutschlandreisen waren Ausflüge in die Literatur (er liest u.a. Goethe, Rilke, Kafka, später Hölderlin), Musik (Vorliebe zu Schubert und Beethoven), Malerei, Bildhauerei, Theater, Film. Während seiner großen Reise verfolgte und analysierte Beckett natürlich auch die Ereignisse im Nazi-Deutschland. Die Reden Hitlers und Göbbels, die Weltanschauung der Nazis verursachten bei ihm Brechreiz. Seine Reisen in der 1960er/1970er Jahren waren „arbeitsbedingt“: Inszenierungen am Schiller-Theater Berlin, Fernsehspiele/Hörspiele beim SDR Stuttgart. 

Die Ausstellung vermittelt Becketts Deutschland und Becketts kulturgeschichtliche Bedeutung auf sehr eindrückliche Weise anhand zahlreicher Dokumente; besonders hervorzuheben Becketts Bekanntschaft 1953 mit Peter Suhrkamp und später mit Siegfried Unseld (die Verbindung mit dem Suhrkamp Verlag blieb bis zu Becketts Tod 1989). Becketts Erfolgsgeschichte in Deutschland ist ohne diese Verbindung wohl nicht denkbar.

Herzlichen Dank an die Ausstellungsmacher Mark Nixon, Dirk Van Hulle, DLA-Team, Ellen Strittmatter (Kuratorin).

Die Ausstellung geht noch bis 29. Juli 2018 und ist wie auch das Ausstellungsbuch (Marbacher Magazin 158/159; 20 Euro) sehr zu empfehlen.

Zu Foto 1: v.l. Mark Nixon, Jan Bürger, Wilhelm Genazino, Zu Foto 2: v.l. Mark Nixon, Konstanze Liebelt (1. Vorsitzende SBG), Günther Görgen (SBG, SBG Blog), Wilhelm Genazino

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