The Beckett Circle: New Website

A publication devoted entirely to Samuel Beckett’s life and work

The Beckett Circle, newsletter of the Samuel Beckett Society, has just launched its first online issue on a new website: www.beckettcircle.org

All features are open access for this first publication in the new format and include an interview with Michael Brodsky on the translation of Eleuthéria, reviews of the Los Angeles Waiting for Godot, Catherine Frot’s Oh les beaux jours! and other productions, conference and book reviews.

The editor and web manager are keen to hear your thoughts on the new design, and encourage submissions for future issues at samuelbeckettsociety@gmail.com

For those on Twitter, you can follow the Society at @BeckettSociety

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Dustin Hoffman on not meeting Beckett

Dustin Hoffman

Simon Hattenstone (The Guardian) talks to the acclaimed American actor about his regrets, including an occasion when he stood up Samuel Beckett:

Now Hoffman’s champing at the bit, desperate to top the Fellini and Bergman snubs. „At one point I was supposed to meet Samuel Beckett in a bar in Paris to do a revival of Godot, and I stood him up. I just kept walking round the block, I couldn’t go in the door.“

You stood up Samuel Beckett, I ask, outraged. „Yes.“ He chuckles so quietly you can barely hear it. „I pretended, ‚Oh, I didn’t know it was today.'“ He stops. „I wish I had known the man.“ He says it with longing. „Ashamed of myself.“

Did you go back home to your wife and admit what you’d done? „My first wife.“ he clarifies. „No, my memory is she said, ‚Don’t you have an appointment today with Samuel Beckett?‘ And I said, ‚No, it was just tentative, it was never set.'“ When did you admit to her you’d stood him up? „Never. It was to myself, and it took a few years.“ [Read More]

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Franz Kafka – Herrlicher Teufelsdienst

Wolfgang Schneider

Neue Bücher über Franz Kafka: Saul Friedländer erforscht die sexuellen Phantasien des Autors, Astrid Dehe und Achim Engstler seinen Humor.

Wer wagt sich noch in die Labyrinthe der Kafka-Philologie? Saul Friedländer, der vielgerühmte Holocaust-Historiker, hat nun überraschend ein Buch über das Jahrhundertgenie vorgelegt, ausgestattet gewissermaßen mit einem Empfehlungsschreiben: Auch Friedländer, fünfzig Jahre später geboren, entstammt ja der untergegangenen Welt des Prager Judentums, seine Familie war sogar entfernt bekannt mit den Kafkas. Er setzt zunächst die alten Schlachten gegen Kafkas Freund und Nachlassverwalter Max Brod fort. Der habe Kafka zum „heiligen“ Franz stilisiert, der sich vor allem mit metaphysischen Fragen beschäftigte. Dem setzt Friedländer die These entgegen, dass „die Probleme, die Kafka während des größten Teils seines Lebens peinigten, sexueller Natur waren“.

Mehr hier:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/franz-kafka-herrlicher-teufelsdienst/7512644.html

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Three Dialogues Beckett Duthuit

http://www.ubu.com/papers/Beckett-Samuel-Three-Dialogues-Samuel-Beckett-and-Georges-Duthuit.pdf

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Cuvilliéstheater München „Die Verwandlung“ nach Franz Kafka

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kulturwelt/die-verwandlung-im-residenztheater-100.html

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Robert Walser und Walter Benjamin

Aus dem Gedächtnis zitiert. Benjamin schrieb über den Schweizer Schriftsteller:

Robert Walsers Figuren kommen aus der Nacht, da, wo sie am schwärzesten ist, einer venezianischen vielleicht, von dürftigen Lampions der Hoffnung erhellt, mit etwas Festglanz im Auge, aber zum Weinen traurig.

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Warten auf Poirot

Freitag, 7.12.2012 | 22.03 Uhr


Kriminalhörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Nora Miedler
Hörspielbearbeitung: Heidi Knetsch und Stefan Richwien
Mit Alexandra Kamp, Marina Tamassy, Susanne Menner, Cornelia Schmidt, Ragna Guderian u.a.
Regie: Günter Maurer
(Produktion: SWR 2012 – Ursendung) [mehr]

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Dublin, da will ich hin.

Sendung auf 3sat von Peter M. Kruchten am 7. 12. 2012 um 14:50.

>>Die Hauptstadt der Republik Irland steht im Ruf, ein Hort der Sanges- und der Trinkfreude zu sein. Tatsächlich wird der umsatzstärkste Exportartikel in Dublin gebraut: Guinness. Dort gibt es auch schier unendlich viele Pubs in den Straßen und Gassen nördlich und südlich des River Liffey. Die Pubs spielen traditionell eine wichtige Rolle im sozialen und kulturellen Leben der Dubliner. Neben Sängern und Tänzern bieten sie vor allem Literaten ein Forum, Dichterlesungen sind dort selbstverständlich. Mit Stolz zählen die Dubliner vier Nobelpreisträger zu ihren (ehemaligen) Mitbürgern. Bemerkenswert ist auch, wie Tradition und Innovation miteinander verschmelzen. Entlang des River Liffey ist ein ultramodernes Dublin entstanden, daneben liegen gediegene Georgianische Straßenzüge, Plätze und Parks.
Für „Dublin, da will ich hin!“ hat sich Michael Friemel in der irischen Hauptstadt und ihrem Umland umgesehen.<<

(SR und ARD)

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Georg Büchner: Lenz

Der Anfang

Den 20. ging Lenz durch’s Gebirg. Die Gipfel und hohen Bergflächen im Schnee, die Täler hinunter graues Gestein, grüne Flächen, Felsen und Tannen. Es war naßkalt, das Wasser rieselte die Felsen hinunter und sprang über den Weg. Die Äste der Tannen hingen schwer herab in die feuchte Luft. Am Himmel zogen graue Wolken, aber Alles so dicht, und dann dampfte der Nebel herauf und strich schwer und feucht durch das Gesträuch, so träg, so plump. Er ging gleichgültig weiter, es lag ihm nicht’s am Weg, bald auf- bald abwärts. Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, daß er nicht auf dem Kopf gehn konnte. Anfangs drängte es ihm in der Brust, wenn das Gestein so wegsprang, der graue Wald sich unter ihm schüttelte, und der Nebel die Formen bald verschlang, bald die gewaltigen Glieder halb enthüllte; es drängte in ihm, er suchte nach etwas, wie nach verlornen Träumen, aber er fand nichts. Es war ihm alles so klein, so nahe, so naß, er hätte die Erde hinter den Ofen setzen mögen, er begriff nicht, daß er so viel Zeit brauchte, um einen Abhang hinunter zu klimmen, einen fernen Punkt zu erreichen; er meinte, er müsse Alles mit ein Paar Schritten ausmessen können. Nur manchmal, wenn der Sturm das Gewölk in die Täler warf, und es den Wald herauf dampfte, und die Stimmen an den Felsen wach wurden, bald wie fern verhallende Donner, und dann gewaltig heran brausten, in Tönen, als wollten sie in ihrem wilden Jubel die Erde besingen, und die Wolken wie wilde wiehernde Rosse heransprengten, und der Sonnenschein dazwischen durchging und kam und sein blitzendes Schwert an den Schneeflächen zog, so daß ein helles, blendendes Licht über die Gipfel in die Täler schnitt; oder wenn der Sturm das Gewölk abwärts trieb und einen lichtblauen See hineinriß, und dann der Wind verhallte und tief unten aus den Schluchten, aus den Wipfeln der Tannen wie ein Wiegenlied und Glockengeläute heraufsummte, und am tiefen Blau ein leises Rot hinaufklomm, und kleine Wölkchen auf silbernen Flügeln durchzogen und alle Berggipfel scharf und fest, weit über das Land hin glänzten und blitzten, riß es ihm in der Brust, er stand, keuchend, den Leib vorwärts gebogen, Augen und Mund weit offen, er meinte, er müsse den Sturm in sich ziehen, Alles in sich fassen, er dehnte sich aus und lag über der Erde, er wühlte sich in das All hinein, es war eine Lust, die ihm wehe tat; oder er stand still und legte das Haupt in’s Moos und schloß die Augen halb, und dann zog es weit von ihm, die Erde wich unter ihm, sie wurde klein wie ein wandelnder Stern und tauchte sich in einen brausenden Strom, der seine klare Flut unter ihm zog. Aber es waren nur Augenblicke, und dann erhob er sich nüchtern, fest, ruhig als wäre ein Schattenspiel vor ihm vorübergezogen, er wußte von nichts mehr. Gegen Abend kam er auf die Höhe des Gebirgs, auf das Schneefeld, von wo man wieder hinabstieg in die Ebene nach Westen, er setzte sich oben nieder. Es war gegen Abend ruhiger geworden; das Gewölk lag fest und unbeweglich am Himmel, so weit der Blick reichte, nichts als Gipfel, von denen sich breite Flächen hinabzogen, und alles so still, grau, dämmernd; es wurde ihm entsetzlich einsam, er war allein, ganz allein, er wollte mit sich sprechen, aber er konnte, er wagte kaum zu atmen, das Biegen seines Fußes tönte wie Donner unter ihm, er mußte sich niedersetzen; es faßte ihn eine namenlose Angst in diesem Nichts, er war im Leeren, er riß sich auf und flog den Abhang hinunter. Es war finster geworden, Himmel und Erde verschmolzen in Eins. Es war als ginge ihm was nach, und als müsse ihn was Entsetzliches erreichen, etwas das Menschen nicht ertragen können, als jage der Wahnsinn auf Rossen hinter ihm (her).

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Anna Freud FRAUENGESCHICHTE(N)

Sie war das jüngste von sechs Kindern des berühmten Psychoanalytikers Sigmund Freud und erlangte als Mitbegründerin der Kinderanalyse selbst internationalen Ruhm. Geboren am 3. Dezember 1895 in Wien, hat sie nach dem Schulabschluss zunächst eine Ausbildung als Lehrerin absolviert, um jedoch hernach zur persönlichen Sekretärin des Vaters zu avancieren, den sie sogar auf wissenschaftlichen Kongressen mit großer Sachkenntnis vertrat. Als eigenständige Forscherin präsentierte sich Anna Freud einer erstaunten Öffentlichkeit 1927 mit der Schrift »Einführung in die Technik der Kinderanalyse«
Mehr hier:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/801108.anna-freud.html

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