Eine teilweise regionale Meldung

Ich übernehme sie aber dennoch aus der Badischen Zeitung, um auf Frank Arnold aufmerksam zu machen. Er ist ein hervorragender Sprecher von Texten und von Literatur. Ich differenziere das, weil nicht jeder Text Literatur ist, aber jedes „Stück“ Literatur ein Text. Ich kenne Frank Arnold, genauer, seine Stimme von meinen Essays her, die der SDR (SWR) zwischen 1995 und 2002 produziert hat. Arnold verwandelt jeden Text in Literatur.

Arnold-Lesung verschoben

Kultur ist für Fair Play.

BONNDORF (BZ). Das Kulturamt des Landkreises Waldshut ist für Fair Play. Da das Pokalendspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund am Abend des 17. Mai stattfindet, wird die Veranstaltung des Literatursommers 2014 der Baden-Württemberg-Stiftung in Schloss Bonndorf mit Frank Arnold und dem Roman „Neue Zeit“ von Hermann Lenz auf Sonntag, 18. Mai, 20 Uhr verschoben. So leicht lassen sich Konflikte zwischen Fußball und Kultur aus dem Weg räumen!

Hermann Lenz, der mehrfach in Schloss Bonndorf zu Gast war und der am 26. Februar 2013 100 Jahre alt geworden wäre, zählt zu den wichtigsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts aus Baden-Württemberg. Auf den ersten Blick wirkt er, der seine literarische Ästhetik an Eduard Mörike und Marcel Proust geschult hat, als einer der „Stillen im Lande“. Schaut man jedoch genauer hin, wird rasch deutlich, dass er als Mensch stets auf der Würde und Unantastbarkeit des Individuums beharrt und als Autor immer Position bezogen hat. Besonders deutlich wird das bei dem zur Rapp-Reihe gehörenden Roman „Neue Zeit“, der die Grausamkeit des Zweiten Weltkriegs genau verzeichnet und zur Anschauung bringt. Dass Hermann Lenz auch ein Vertreter einer „littérature engagée“ war, soll in der Bonndorfer Lesung deutlich werden.

Frank Arnold, Schauspielregisseur und -dramaturg, ist bekannt durch zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen sowie Hörbücher und öffentliche Lesungen, bei denen er als Sprecher mitwirkte. Seine Stimme ist dadurch eine der bekanntesten in Deutschland. Im Januar 2013 wurde Frank Arnold der Deutsche Hörbuchpreis zugesprochen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Eine teilweise regionale Meldung

  1. Bertram Bock sagt:

    Ich hab‘ per Zufall vor drei, vier Monaten mir „Die sizilianische Oper“ von A. Camillieri in der Stadtbibliothek als Hörbuch ausgeliehen und auf meinen Ipod kopiert. Es liest Frank Arnold. Bisher konnte mir Christian Brückner das Telefonbuch vorlesen, jetzt ist es eben Arnold. Seine Sprechweise ist, wenn man sie mal mit dem modern-genialen Ulrich Matthes vergleicht, irgendwie ‚old-school‘: aber das dann dafür in absoluter Perfektion mit einem Erlebnisfaktor von seltener Güte. Also: Arnold hören, Matthes hören, Brückner hören!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.