Joyce und der Strauhof in Zürich

Die geplante Umnutzung des Hauses zum Strauhof stösst weitherum auf Kritik. Von der Massnahme betroffen wäre auch die im Strauhof beheimatete Zürcher James-Joyce-Stiftung. Für sie legt Stephen James Joyce, der Enkel des grossen irischen Schriftstellers, in der NZZ ein dezidiertes und sehr persönliches Plädoyer ab. Und zwar hier:

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/ein-unschaetzbarer-wert-fuer-zuerich-und-die-schweiz-1.18212919?extcid=Newsletter_31122013_Top-News_am_Morgen

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Dubliners by James Joyce

Jetzt komplett (?) als Hörspiele auf Bayern 2

http://www.ardmediathek.de/bayern-2/hoerspiel-pool-bayern-2?documentId=18822554

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Staging Beckett: Constructing Performance Histories

Staging Beckett: Constructing Performance Histories

Academic Conference · University of Reading, 4-5 April 2014


Staging Beckett: Constructing Performance Histories

From the University of Reading:

Minghella Building, University of Reading, 4-5 April 2014
Call for Papers

Staging Beckett is a three year research collaboration between the universities of Chester, Reading, and the Victoria & Albert Museum, funded by the Arts and Humanities Research Council. The project started in September 2012, and is exploring the impact of productions of Beckett’s plays on British and Irish theatre practice and cultures while also looking at how Beckett has been staged internationally. It is compiling a database of professional productions of Beckett’s plays in the UK and Ireland.

The project’s first conference (4-5 April 2014) will focus on the history, documentation and analysis of Beckett’s theatre in performance: while Beckett’s directing practice has been much discussed, and critical attention has been paid to selected premiere productions (the French, British, Irish or US premieres of Godot, for example), or ‘deviant’ productions such as the 1984 American Repertory Theatre production of Endgame, there is a great deal of work to be done in researching the diversity of productions of Beckett’s theatre in the UK, Ireland and internationally. Questions we are asking include:

  • How did approaches to staging Beckett’s theatre change from the 1950s to the twenty-first century?
  • Have there been distinct approaches to staging Beckett at particular moments and in particular theatre cultures?
  • How have productions of Beckett’s plays commented on or reflected wider political / economic contexts?
  • What kinds of dialogues can we trace between productions of Beckett’s plays and local, national or international theatre histories?
  • Can we trace cross-influences in approaches to staging Beckett across productions?
  • What can particular case studies of individual or comparative productions contribute to constructing performance histories of Beckett’s theatre?
  • How can future performance practice of Beckett’s theatre be informed or inspired by previous productions?
  • We are also interested in methodological issues around Beckett, performance and the archive, and around Beckett, performance and the digital.

We are keen to hear from academics and practitioners (whether UK, Irish or international) interested in the legacies of particular performances, the documentation and analysis of Beckett in performance, and in the dialogues between productions of Beckett’s theatre and wider theatre practices and cultural / political contexts. Issues to consider might be, but are not limited to, the following:

  • How particular directors / performers have approached staging Beckett.
  • How particular economic, funding, and / or political contexts have influenced productions of Beckett’s plays
  • Beckett and stage design / scenography
  • Technical innovation in productions of Beckett
  • ‘Deviant’ or ‘alternative’ productions (ie that have flouted Beckett’s stage directions)
  • Productions that were planned and didn’t happen (refused permission, for example)
  • Beckett and particular local, national or international theatre cultures
  • The ‘festivalisation’ of Beckett
  • International touring productions to the UK and Ireland
  • UK and Irish productions that have toured (such as Dublin Gate Beckett Festival)
  • Digital archives of Beckett in performance / Beckett performance on the web

Please send proposals of c. 150 words to Anna McMullan (a.e.mcmullan@reading.ac.uk) byFriday 13th December 2013.

Informal enquiries can be sent to Anna at the above email address, or to Graham Saunders (g.saunders@reading.ac.uk) or Trish McTighe (p.mctighe@reading.ac.uk).

Future Staging Beckett conferences are: Staging Beckett in the Regions (University of Chester, September 2014), and Beckett and Theatre and Performance Cultures (University of Reading, April 2015).

Staging Beckett team: Matthew McFrederick (Reading) Anna McMullan (Reading), Trish McTighe (Reading) David Pattie (Chester), Graham Saunders (Reading) David Tucker (Chester).

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Samuel-Beckett-Anlage Kassel

beckett-anlage.uwe-thonFoto: Uwe Thon

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Beckett in Paris

 

beckett-allee parisPhoto by Rhys Tranter.

See and read more:

http://www.apieceofmonologue.com/2009/01/samuel-beckett-in-paris.html

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A Reluctant Subject: Portraits of Samuel Beckett

Photographers discuss the day they met the Nobel Prize laureate.

Have a look here:

http://www.apieceofmonologue.com/2013/12/reluctant-subject-portraits-photographs-samuel-beckett.html

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„Watt“ lesen – Rückblende

Wollte ich ja schon längst – wie das halt so ist.

Mit vier anderen habe ich ja für die Kasseler Beckett-Gesellschaft über vier Wochen im Oktober und November „Watt“ vorgelesen. Montag bis Freitag jeweils um 17 Uhr im Antiquariat von Winfried Jenior – ein perfekter Ort für die Lesung. Davor und danach gab es Tee – hieß doch die Vorlesereihe „Beckett, Watt und Tee“ – und sicher freitags auch einen Schluck Whisky.

Zugegeben, ich hatte bis dahin „Watt“ nur angelesen und bin an ihm irgendwann gescheitert – zu diffus schien es mir vor Jahren, zu durcheinandrig. Aber nun gab es diese ‚Pflicht‘ vier Mal zu lesen – jeweils 13 Seiten, eine anderen Aufteilung hatten wir zwar versucht, aber das hätte zu sehr extremen Lesedauern geführt und wir wollten ja eine gewisse ‚Beständigkeit‘. Aber genau diese Strenge von 13 Seiten förderte eine besondere Herangehensweise bei der Vorbereitung. Denn entweder stöhnte man schon nach der fünften Seite oder ärgerte sich, dass man nicht bis Seite 17 lesen konnte, denn das hätte dem Abschnitt eine besondere Note gegeben.

Vorlesetechnisch ist „Watt“ eher anspruchsvoll, spätestens am Kapitel zwei. Wenn es dann zu den teils sich über Seiten erstreckenden Permutationen kommt, kommt schon leichte Verzweiflung auf, wie man das noch ‚interessant‘ vorlesen sollte. Einfach schnell runterleihern? mit übermäßiger Betonung? sachlich kühl? neutral? Jede Vorleseart ergibt eine eigene Note – und der Gewinn dieser Lesung bestand eben auch darin, dass es fünf Menschen waren, die lasen, jeder auf seine Art, so dass Watt und Knott erst recht schillernd wurden

So herausfordernd als Vorleser diese Kapitel waren, so nervig sie einem manchmal erschienen, einen gewissen Reiz bargen sie dann doch immer, denn dieses Durchdeklenieren von verschiedenen Möglichkeiten, der Auschluss von anderen Möglichkeiten vermittelte den Eindruck, als ob da jemand die Welt erklären wolle – und es auch schaffen würde. Bloß es war eben nur der Eindruck, denn wenn nach vier Seiten sich jetzt nur jeder der Kommissionsmitglieder zugenickt hatte war vollkommen klar, eine andere, eine weitere Variante wäre auch noch möglich. Und irgendwann machte es direkt Spaß einige Möglichkeiten dieser Welt vorlesen zu können in dem Bewußtsein, dass das nur der kleinste Ausschnitt war an Möglichkeiten – und zumindest ich begann darüber zu staunen, wie es Beckett gelang zumindest gedacht alle Möglichkeiten der Welt in den Roman zu ziehen.

Skurrilitäten gibt es auf der obersten Ebene im Text einige, allein wenn Watt sein Techtelmechtel mit der Fischerverkäuferin hat oder beschließt, rückwärts zu sprechen – der einzige, den ich kenne, der ob der Vielfältigkeit des Rückwärtssprechens nicht überrascht gewesen wäre, war Oskar Pastior – als Leser oder Zuhörer greift da eine Faszination.

Als Vorleser haben wir vorab die zu lesenden Seiten ‚geübt‘, da war beim Vorlesen selber keine Überraschung mehr zu ‚befürchten‘. Und dennoch gibt es Stellen, bei denen man dann an sich halten muss, um nicht einfach laut zu lachen. Ich hatte so eine. Watt denkt und diskutiert und plant und überlegt über Seiten bis ins letzte Detail, wie er in ein bestimmtes Zimmer kommen kann, jede Möglichkeit erscheint aussichtslos. Dann blättert man in meiner Ausgabe eine Seite um – und er steht im Zimmer und es gibt sogar die langdiskutierte Klingel, aber kaputt. Irritationsmomente, die auch zum Lachen sind, die aber auf der zweiten Ebene interessante Fragen stellen.

Auffallend zumindest für mich war der Eindruck, dass „Watt“ extrem bildlich ist. Das ist auch Henrike Taupitz zu verdanken, die zusammen mit Konstanze Liebelt jeweils die Einführung gestaltete und für das leibliche Wohl sorgten, als sie gegen Anfang mal bemerkt, man könnte diesen Roman doch auch mal verfilmen. Es gibt Szenen, da bin ich auf ihre Umsetzung mörderisch gespannt – und es gibt Szenen, die sind in meinem Kopf fertig (egal, wer wie gelesen hat).

Es git Texte, die man lieber vorliest als „Watt“, ohne jede Frage, aber es gibt nicht massenhaft Texte, bei denen man nach der Lesung gespannt ist, was denn die Zuhörer denken oder erfahren haben.

Und bei einer Tasse Tee oder einem Schluck Whisky lässt sich das trefflich diskutieren.

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Rhys Tranter empfiehlt

Extremely Rare Audio Recording: Samuel Beckett in Conversation
http://www.apieceofmonologue.com/2013/12/samuel-beckett-voice-recording-schneider-film-documentary.html

beckett

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Proust neu auf deutsch

Bei Reclam gibt es ja seit letzten Monat eine neue Übersetzung von Proust’s Meisterwerk.  Zugegeben, gelesen habe ich sie noch nicht, denn als Nicht-Romanist frage ich mich schon, warum man denn überhaupt eine neue braucht. Die revidierte Übersetzung von Keller (Suhrkamp Verlag) fand ich persönlich derartig überzeugend, dass ich kaum Mut habe, mir eine neue anzusehen.

Aber warum soll der Übersetzer Bernd-Jürgen Fischer nicht auch hier selber zu Wort kommen.

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Bericht über die Samuel-Beckett-Anlage im hr

Übernahme von der hr-Seite:

http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5986&key=standard_document_50321817

11.12.2013

Fassadenkunst mit Beckett

„Probiert, gescheitert, macht nichts“

Aufmunterndes Beckett-Zitat an der Wand eines Supermarktes in Kassel:
Literatur-Nobelpreisträger Samuel Beckett lebte in den 20er Jahren in Kassel. Rund um sein Wohnhaus hat sich heute ein In-Viertel entwickelt, der Vordere Westen. Jetzt hat Künstler Werner Krömeke das Viertel mit Beckett-Versen verschönert.

Es sind die wilden 20er Jahre: Ein Liebespaar schlendert durch Kassels Straßen. Sie trägt eine grüne Baskenmütze, er eine Nickelbrille, Er, Sam, ist schlank, linkisch und verlegen. Sie, Peggy, ist etwas untersetzt, lebensfroh und schwatzt fröhlich drauf los. Sie zieht ihren verliebten Cousin mit sich. So hat es sich abgespielt, vor über 80 Jahren, als Samuel Beckett Kassel besuchte. Acht Mal soll er hier gewesen sein, wochen- und monatelang, erzählt Künstler Werner Krömeke: „Er hat dann eben auch Kassel die Stadt intensiv studiert, nicht nur die Parks. auch die Kneipen. Er muss ein sehr lebensfroher – heute würde man Dandy oder Playboy sagen – ja, toller Mann gewesen sein.“

Einprägsames Zitat in großen Lettern

Werner Krömeke ist Architekt und Bildender Künstler. Dort, wo Peggy und Sam durch die Straßen flanierten, hat er Zitate des berühmten Schriftstellers an die Hauswände gepinselt – nicht als Graffiti, sondern als von Stadt und Eigentümern genehmigte Kunstwerke. An der Wand eines Supermarktes prangt ein besonders einprägsames Zitat in großen Lettern auf Englisch: „Hier steht jetzt an der Wand: ‚Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better‘.“ Ins Deutsche übersetzt: „Immer probiert, immer gescheitert, macht doch nichts. Versuche es wieder. Scheitere nochmal und scheitere besser.“

Ein seltsames Zitat für eine Supermarkt-Fassade. Dennis Spangenberg arbeitet im Supermarkt. Der junge Mann kannte Beckett vorher gar nicht, aber jetzt liebt er diesen Vers: „Ich finde, das motiviert einen auch. Wenn ich da lang laufe und das lese, das bedeutet ja, dass man es immer wieder versuchen soll. Das brauche ich auch für die Arbeit, das ist immer gut.“

„Traum von mehr bis minder schönen Frauen“

Immer probieren, immer scheitern, trotzdem nicht aufgeben – typisch Beckett. Der Ire war ein Meister des Depressiv-Düsteren mit sehr hintergründigem Humor, ein Pionier der modernen Literatur und des absurden Theaters. Sein berühmtestes Bühnenstücke „Warten auf Godot“ ist ein oft gespielter Klassiker. In Kassels Vorderem Westen ist ein ganzes Viertel nach ihm benannt, die Beckett-Anlage. Direkt nebenan hat er immer seine Peggy besucht.

Werner Krömekes Kunst gefällt nicht jedem im Viertel – mit dem Titel von Becketts erstem Roman etwa eckte er ordentlich an: „‚Traum von mehr bis minder schönen Frauen‘ – das wollte man nicht so gerne am Haus haben“, so Krömeke. Mit diesem Roman setzte Beckett seiner Peggy ein nicht ganz so schmeichelhaftes Denkmal. Die beiden stritten sich nämlich ziemlich oft und trennten sich schließlich. Nur drei Jahre später, 1933, starb Peggy an Tuberkulose. Eine tragische Geschichte, die heute selbst in Kassel kaum noch jemand kennt.

Von bedeutungslos bis cool

Die Bewohner der Beckett-Anlage sehen die Zitate an ihren Wänden mit gemischten Gefühlen: „Ist mal was anderes, ist ganz schön eigentlich“, sagt einer. Eine Bewohnerin bedauert: „Leider kann ich Ihnen jetzt nicht sagen, das hat mich unglaublich beeindruckt und das ist mir im Gedächtnis geblieben.“ Und ein weiterer fügt hinzu: „Das ist eher an den Haaren herbei gezogen“, während eine andere Bewohnerin dazu steht: „Das finde ich eigentlich cool. Ich finde das einfach toll.“

Beckett wieder ins Bewusstsein bringen

Am Ende des Spaziergangs steht Künstler Werner Krömeke im Innenhof von Peggys ehemaligem Wohnhaus, dort, wo Beckett ein und aus ging. Rote Backsteinfassaden – öde und abweisend sieht es hier aus, eine gute Kulisse wäre das für ein Theaterstück von Samuel Beckett. Werner Krömeke lässt sich nicht entmutigen. Viele Menschen wüssten zwar nicht, wer Samuel Beckett war, aber mit seiner Fassadenkunst wolle er den großen Schriftsteller wieder ins Bewusstsein bringen: „Dann eben auch packt man vielleicht mal die Kraft und sagt sich, da lese ich mal was von dem.“

Ein Beitrag von hr-Reporter Jens Wellhöner

—————————- Ende des hr-Beitrages —————————————

Ein Privatfoto von Jean-Boskja Missler:

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Ein Neubau an der Ecke Bodelschwinghstraße/Friedrich-Ebert-Straße enthält unter anderem den Drogerie-Markt von Rossmann. An der Seite, zur Bodelschwinghstraße hin , befindet sich diese Fassadenmalerei von Krömecke.

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