Listening to music

10931456_10152699405403131_7120652066262263900_n„Samuel Beckett listening to music, 9 xii 1976,“ a drawing from life by Avigdor Arikha (Paris).

Beckett hat sich in seinem Essay über Proust dezidiert über Musik geäußert. Die Oper nennt er die verderblichste aller Künste.

Vermutlich war die Oper für ihn zu viel Leiblichkeit, zu viel Naturalismus – und damit zu viel Oberfläche. Für mich (kb) gibt es in diesem Punkt Berührungen mit Piet Mondrian, dessen Ideal der Abstraktion – übertragen auf das Theater – darin bestand, auf der Bühne keine Schauspieler mehr zu sehen, sondern nur noch Stimmen zu hören.

Des weiteren, was Becketts Urteil über die Oper im Jahre 1931 betrifft („On Proust“ erschien in diesem Jahr), gibt es Bezüge zu Schopenhauer. Ulrich Pothast hat diese in seinem Buch „Die eigentliche metaphysische Tätigkeit. Über Schopenhauers Ästhetik und ihre Anwendung durch Samuel Beckett“ herausgearbeitet.

Bei amazon findet sich folgender Hinweis zum Inhalt der Pothast-Studie:

„Die eigentlich metaphysische Tätigkeit gibt eine Rekonstruktion von Schopenhauers Ästhetik unter den Gesichtspunkten, die für ihr Weiterleben bei modernen Autoren, vor allem bei Beckett, entscheidend waren. Im zweiten Teil geht Ulrich Pothast der Vermutung nach, daß Beckett in seiner eigenen Kunstproduktion sein frühes metaphysisches Konzept von Kunst nicht nur beibehalten, sondern auch resolut fortgeschrieben hat.“

 

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