Ria Endres über Beckett auf Deutschlandfunk

Teil 1 war am Pfingstsonntag:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/2110854/

Teil 2 war am Pfingstmonat:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/2110940/

Beide Sendungen sind noch nachhörbar, Texte sind noch vorhanden und können für private Zwecke heruntergeladen werden.

Ich finde diesen beide Aufsätze von Ria Endres um ein Vielfaches substantieller als alles, was Gaby Hartel bisher über Beckett produziert hat.

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Franz-Kafka-Museum Prag

Die Dauerausstellung „Die Stadt K. Franz Kafka und Prag“ wurde im Sommer des Jahres 2005 in Prag eröffnet. Franz Kafka kam am 3. Juli 1883 in Prag zur Welt, er starb am 3. Juni 1924 im österreichischen Sanatorium in Kierling und wurde am 11. Juni 1924 auf dem Neuen jüdischen Friedhof in Prag – Strašnice beigesetzt. Die Ausstellung entstand und wurde im Jahre 1999 in Barcelona eröffnet. In den Jahren 2002 – 2003 war sie im Jewish Museum in New York zu sehen. Im Jahre 2005 wurde sie im einzigartigen Gebäude der Hergetova cihelna am Kleinseitner Moldauufer in Prag installiert.

Die Ausstellung ist in zwei Teile untergliedert – den Existenziellen Raum und die Imaginäre Topografie.

Mehr:

http://www.kafkamuseum.cz/ShowPage.aspx?tabId=-1

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Beckett in Texas

Introduction

“I don’t find solitude agonizing, on the contrary. Holes in paper open and take me fathoms from anywhere.” So wrote Samuel Beckett to Nancy Cunard on 26 January 1959. That land—“fathoms from anywhere” is like no other land in literature. It is consistent from work to work, as are the people who inhabit it. But within the homogeneity of background, of character, of theme, are subtle shadings of approach, of definition, of presentation that open up for the reader—or, in Beckett’s plays, the viewer—vistas as varied as the range of human emotions. Hence the variety of responses to his work. For some, Beckett is one of the great comic writers of all time. For others, his is a tragic world, “bleak,” “grim,” even “unbearable.” And for still others, he is a religious writer, his works a witness to the indomitable spirit of the Godhead-in-man.

In doing honor to the man and the work on the occasion of the centennial of Beckett’s birth (on 13 April 1906), however one may define them, it would seem pointless to push claims, to struggle with rankings or to make sweeping historical assays. Most contemporary critics, here and abroad, would agree, however, that Samuel Beckett has given us, in English and in French, the most original work of our time. If, to many, that adds up to his being the greatest writer of the twentieth century, so be it.

This centennial web exhibition is derived substantially from the catalogue published in conjunction with a Beckett exhibition mounted at the Ransom Center in 1984 as part of a major conference, “Beckett Translating/Translating Beckett.” Titled No Symbols Where None Intended (a line from Beckett’s Watt), that exhibition was curated and catalogue written by Carlton Lake with the assistance of Linda Eichhorn [Ashton] and Sally Leach. Some changes to the original text have been made, necessitated by the demands of the virtual world and the need to bring the story up to date. Beckett was still alive when that exhibition opened.

The exhibition was not then and is not now intended to be a year-by-year survey of Samuel Beckett’s life or a definitive catalogue of his work. Rather, it attempts to trace, as coherently as possible, the development, the progression—really, le perpétual devenir—of this great and original work. The result, we hope, will be to light up rather than to obscure the sources of the pleasure of reading, of hearing, of seeing Samuel Beckett.

Quelle und mehr hier:

http://www.hrc.utexas.edu/exhibitions/web/beckett/intro/

Anmerkung seitens der Beckett-Gesellschaft:

Es gibt derart viele Aktivitäten Beckett betreffend, dass es anmaßend wäre, zu beanspruchen,  d i e Beckett-Gesellschaft zu sein. Bescheiden stellen wir uns ganz hinten an.

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Walsers Mikrogramme – Ausstellung in Biel

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Erstmals seit ihrer Rückkehr nach Bern werden Robert Walsers Mikrogramme öffentlich gezeigt. Die in winziger Schrift mit Bleistift beschriebenen Blätter sind von einzigartiger Schönheit und zählen zu den wertvollsten Manuskripten der modernen Literatur.

Quelle und weiter im Text:

http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/kultur/ausstellung-im-robert-walser-zentrum-bern

PS.: Eine bildungsbürgerliche Dame, Witwe eine Lehrers, antwortete mir, als ich ihr die Lektüre der Werke Robert Walsers empfahl: Das ist doch der Verrückte, der so winzig geschrieben hat.

Manche fällen endgültige Urteile, die von dem, worüber sie urteilen, keine Ahnung haben.

 

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Warum Dustin Hoffman Beckett nie getroffen hat

>>Dustin Hoffman bereut es, nicht eher in seiner Karriere Regie geführt zu haben. Der zweifache Oscar-Preisträger feiert mit der neuen Komödie Quartett sein Debüt als Filmemacher und obwohl er stolz auf den Film ist, gesteht er, dass dieser mit 75 Jahren schon fast zu spät kommt. Früher habe er es sich allerdings nicht zugetraut, auch hinter der Kamera erfolgreich sein zu können.
Hoffman beim Dreh zu ‚Quartett‘
„Ich denke, das war mein innerer Schweinehund. Das war es bis jetzt“, verrät Hoffman im Gespräch mit The Guardian Magazine. „Ich hatte das Gefühl, dass ich die Chance verpasst habe. Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht Regie führen dürfe. Ich darf Schauspieler sein, aber kein Regisseur.

Das tun wir alle; wir schieben Dinge auf, weil wir nicht glauben, ein Recht auf sie zu haben. Außer man gehört zu den Wenigen, die keinen inneren Schweinehund haben.“
Dustin Hoffman beim Dreh zu ‚Quartett‘ 2012 © DCM Film Distribution
Am meisten bereut der Hollywood-Schauspieler es jedoch, den irischen Schriftsteller und Nobelpreisträger Samuel Beckett versetzt zu haben. So wollte er einst mit diesem über eine mögliche Zusammenarbeit reden, konnte sich aus Angst letztendlich jedoch nicht überwinden, diesem vor die Augen zu treten. Mit Bedauern erinnert sich Hoffman:

„Ich sollte einst Samuel Beckett in einer Bar in Paris treffen, um ein Revival von ‚Godot‘ zu drehen, versetzte ihn allerdings.

Ich lief immer wieder um den Block, weil ich mich einfach nicht dazu durchringen konnte, durch die Tür zu gehen.“
Wäre er dazu in der Lage, so würde Hoffman einiges ändern, wie er gesteht.

„Ich würde nicht nochmal dieselben Fehler machen.

Manche Menschen sind Alkoholiker, manche Menschen sind drogenabhängig. Manche Menschen lassen sich große Momente in ihrem Leben durch die Finger gehen und ich denke, dass ich in diese Kategorie falle.“<<

Quelle:

https://www.videobuster.de/magazin/biografie/quartett-964.html

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Jürg Amman gestorben

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist am 5. Mai der Schriftsteller Jürg Amann in Zürich nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren gestorben. Er hat in vierzig Jahren ein umfangreiches Werk von grosser poetischer Kraft geschaffen.

Er fand sich, indem er andere suchte. Unter den zeitgenössischen Schriftstellern war er der begnadete Verwandlungskünstler. Er eignete sich die Stimmen anderer an – und gewann so eine eigene. Jürg Amann hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass er selbst dann, wenn er in seinen Büchern nach Thomas Bernhard oder Franz Kafka oder Robert Walser klang, so schrieb, weil er nicht anders konnte: weil er sich fand, indem er sich in anderen verlor.

Näheres hier (Quelle):

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/der-spurensucher-1.18080964

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„Crumb hat dieselben Ängste wie Kafka“

David Z. Mairowitz hat zusammen mit dem Comic-Pionier eine Werkbiografie des Schriftstellers geschaffen, die jetzt neu erscheint. Im Interview erzählt er, wie es dazu kam. Wer mehr von ihm hören will, kann ihn am Donnerstag in Berlin live erleben.

Zum Artikel mit einigen Zeichnungen von Crumb:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/interview-crumb-hat-dieselben-aengste-wie-kafka/8203776.html

 

 

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Grimm-Zentrum Berlin, Leseterrassen

 

http://www.ub.hu-berlin.de/standorte/jacob-und-wilhelm-grimm-zentrum/standort-informationen/bibliotheken-info/offnungeszeiten-im-grimm-zentrum.html

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Stanislaw Jerzy Lec

>>Auch das Vieh denkt – im Menschen.<<

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Erich Kästner .. Notabene 45

 

In dem 1961 erschienenen literarischen Tagebuch Notabene 45 beschreibt Erich Kästner seine Erlebnisse im zusammenbrechenden Deutschland am Ende des Zweiten Weltkriegs.
Der auf Tagebuchnotizen beruhende Bericht beginnt am 7. Februar 1945 kurz vor dem verheerenden Bombenangriff auf Dresden, die Geburtsstadt Kästners. In Berlin versuchten einige Filmleute, sich aus der brennenden Hauptstadt abzusetzen. Unter dem Vorwand, den Film Das falsche Gesicht produzieren zu wollen, reiste eine über 100-köpfige Truppe aus Schauspielern, Kameraleuten, Tontechnikern usw. nach Mayrhofen in Tirol. Mit dabei war als angeblicher Drehbuchautor Erich Kästner, den Freunde nachträglich auf die Teilnehmerliste geschmuggelt hatten. Das Propagandaministerium, das dieses Projekt zunächst ablehnte, wurde mit einem Hinweis, dass dieser Film für den kurz bevorstehenden Endsieg gedacht sei, elegant ausmanövriert. Über die Tatsache, dass es gar kein Filmmaterial mehr gab, sah man großzügig hinweg. Der Bericht endet am 2. August 1945, kurz vor der Gründung des Kabaretts Die Schaubude, für die Kästner Texte lieferte.
Obwohl Erich Kästner von den Nationalsozialisten mit einem Schreibverbot belegt und mehrfach von der Gestapo verhört worden war, ist Notabene 45 nicht ausschließlich als Abrechnung mit dem verhassten Regime zu verstehen. Mit beißender Ironie kommentiert er den alltäglichen Wahnsinn, etwa die bis zuletzt unermüdlich arbeitende Bürokratie, die inmitten allgemeiner Auflösungserscheinungen korrekt ausgefüllte Formulare in achtfacher Ausfertigung verlangte. Die Untaten der neuen Herren im Land, wie etwa Vergewaltigungen, werden ebenfalls angesprochen. Trotz eines immer wieder einfließenden Sarkasmus werden die meisten Geschehnisse wertfrei und neutral geschildert, so dass Notabene 45 durchaus als Zeitzeugnis gelten kann …

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