Die Beckett-Gesellschaft gibt bekannt:

>>Was ich nicht weiß und was ich nicht verstehe, existiert für mich nicht, ist wertlos und gänzlich ohne Bedeutung.“

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„Warten auf Godot“ von Samuel Beckett im Theater praesent in Innsbruck

Premiere: 22. März 2012, 19:30 Uhr. —–

Das bekannteste Stück des absurden Theaters. Die beiden Landstreicher Wladimir und Estragon warten auf etwas oder auf jemanden, der nicht kommt. Sie treffen dabei auf Pozzo und Lucky.

Diese Handlung, die sich in der Absurdität der Situation verläuft, wird von Dialogen und Monologen getragen, die in die Weltliteratur Eingang gefunden haben. Der Stücktitel ist zur Metapher geworden.

Samuel Beckett hat das Stück für ein kleines Theater geschrieben. Das ergibt die Möglichkeit, die geplante Unmittelbarkeit des Stücks neu erfahrbar zu machen und uns auf elementare philosophische Fragen zu konzentrieren: Auf was warten wir Menschen? Und wie warten wir?

mit Hans Danner, Günther Gräfenberg, Wolfgang Hundegger, Dominik Kaschke.

Regie: Fabian Kametz

Ausstattung: Martin Kinzlmaier.

weitere Termine: 24. / 29. / 30./ 31. März und 05./06./07./12./13./14./19./20./21./26./27./28. April 2012, jeweils 19:30 Uhr

Theater praesent, Jahnstraße 25, 6020 Innsbruck

Eintritt: 16 Euro / 12 Euro ermäßigt

http://www.theaterkompass.de/index.php?id=227&tx_ttnews[tt_news]=13848&tx_ttnews[backPid]=224&cHash=1

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Das neue Buch von Roswitha Quadflieg ist erschienen

Roswitha Quadflieg

KönigsSohn

Eine kleine Geschichte 96 Seiten 978-3-86600-009-4

14,80

Dolf König muß abdanken. Der berühmte Sänger hat ausgedient. Alt und allein verläßt er sein Haus, sucht ein Gasthaus auf, ertränkt seinen Kummer, läßt in Ge- danken sein Leben Revue passieren. Eine Greisin leiht ihm ihr Ohr, wird »Empfängerin« eines erschütternden Monologs.

Wolfgang Amadeus lädt seinen Vater zu seinem 49. Geburtstag ein, wovon dieser nichts weiß. Ein Abend mit einem imaginären Gegenüber. Ein dramatischer Schluß.

»Schön, daß du gekommen bist. Hat ein paar Jährchen gedauert … Schwamm drüber. Ich weiß, ein großer Künstler, ein Mann von Welt, ist viel beschäftigt und kann sich nicht auch noch um seine Kinder kümmern. Schon gar nicht um seine außerehelichen. Wobei ich keine Ahnung habe, ob hier der Plural zutrifft. Nein, das war alles andere als ein Vorwurf, reine Anerkennung – auf dich war eben jede scharf –, und das hier soll, trotz allem, ein schöner Abend werden. Keine Stunde der Abrechnung. Wir nehmen’s locker – die knapp fünfzig Jahre! Allerdings bin ich, wie ich merke, doch ziemlich nervös. Hätte ich nicht gedacht. Und du?«

Die Autorin: Roswitha Quadflieg, 1949 in Zürich geboren, in Hamburg aufgewachsen, hat von 1969 bis 1973 Kunst in Hamburg studiert. 1973 gründete sie die Raamin-Presse, in der sie bis 2003 Texte der Weltliteratur mit eigenen Graphiken druckte. Als 28. und letzter Druck erschien das bis dahin unveröffentlichte Hamburg-Kapitel aus Samuel Becketts »German Diaries« von 1936. Ankäufe und Ausstellungen im In- und Ausland.

.

Seit 1985 publiziert sie eigene Texte. U. a.: Der Tod meines

Bruders (1985), Bis dann (1994), Alles Gute (1999) Requiem

für Jakob (2005), Beckett was here (2006), Der Glückliche

(2009). Zwei ihrer Theaterstücke und zwei Hörspiele

wurden produziert.

Lieferbar:

Der Glückliche

Roman zu zehn Stimmen

136 Seiten

978-3-86600-049-0, u 14,80

Der Tod meines Bruders

Ein Bericht

120 Seiten

978-3-86600-062-9, u 14,80

 

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Heute auf Deutschlandfunk: Eine Sendung über Erika Tophoven

06.03.2012
Der Schriftsteller Samuel Beckett im Jahr 1966: Die Tophovens übersetzten seine Bücher. (Bild: AP Archiv)

Nicht nur wortgetreu übersetzen, sondern mit intuitivem Gespür

Erika Tophoven: Glückliche Jahre – Übersetzerleben in Paris, Matthes & Seitz Verlag

Von Gisa Funck

Erika und Elmar Tophoven wurden von Freunden nur die „Tops“ genannt. Sie fühlten sich als Übersetzerpaar dem „transparenten Übersetzen“ verpflichtet – und diskutierten oft mit den Autoren, zum Beispiel Samuel Beckett, über die richtige Wortwahl. In ihrem Erinnerungsbuch beschreibt Erika Tophoven diese Arbeit.

Erika Tophoven: „Das war eigentlich ja gar kein Beruf, als ich anfing. Und dann auch noch Literatur zu übersetzen. Das hatte ich nie vor. Das entdeckte ich dann erst in Paris, als ich meinen Mann kennenlernte, und dann auch sofort an eine Übersetzung von Beckett herangeführt wurde.“

25 Jahre alt war Erika Tophoven und hatte gerade eine Dolmetscherausbildung hinter sich, als sie im Herbst 1956 in Paris ihren späteren Mann Elmar Tophoven kennenlernte. Der acht Jahre ältere Übersetzer drückte der jungen Frau spontan ein englisches Hörspiel-Manuskript von Samuel Beckett in die Hand. Ob sie das vielleicht kurzfristig übersetzen könnte? Erika Tophoven willigte ein, ohne zu ahnen, dass dies der Startschuss für eine jahrzehntelange Lebens- und Arbeitspartnerschaft war:

„Ich muss sagen, dass ich ja erstmal wirklich Schülerin war. Ich habe die ersten zehn Jahre eigentlich nur wie ein Schwamm alles aufgenommen und gelernt, gelernt, gelernt, worauf es ankam, und dann war ich so die erste Leserin, kritische Leserin, machte meine Anmerkungen, die wurden diskutiert. Dabei lernte ich schon zu argumentieren, eben dieses einfache „Es klingt ja nicht gut“ eben doch etwas mehr zu präzisieren und mir klar zu werden, woran liegt es denn nun an diesem Satz, warum der nicht gut klingt. Und nach einer gewissen Zeit kam natürlich auch das Bedürfnis, mal selbstständig zu übersetzen. Und das habe ich dann so in den 70er Jahren auch weiter durchgeführt, aber immer so, dass wir beide zusammen oder parallel an den entscheidenden Texten arbeiten konnten.“

Heute gelten Erika und Elmar Tophoven – von Freunden nur kurz „die Tops“ genannt – längst als deutsche Vorreiter des modernen Übersetzens. In den 50er und 60er Jahren haben beide entscheidend dazu beigetragen, dass die in Paris lebenden Avantgarde-Autoren wie Samuel Beckett, Alain Robbe-Grillet, Claude Simon oder Nathalie Sarraute im Deutschland der Nachkriegszeit überhaupt erst bekannt wurden. Dabei arbeitete das Ehepaar Tophoven von Anfang an als Team zusammen, auch wenn Erika zunächst nur Gegenleserin ihres Mannes war – und bis heute im Schatten des berühmteren Elmar steht:

„Diese Einsamkeit, die der Übersetzerberuf mit sich bringt, spürten wir weniger, da wir zu zweit waren, die Passion des Übersetzens teilten und das Übersetzen ein wichtiges Bindeglied zwischen uns bildete. Die Lösungen kamen mal von der einen, mal von der anderen Seite und entwickelten sich oft im Gespräch. Ich lernte zu erkennen, warum eine Lösung besser war als die andere. Und könnte mit Winnie in „Glückliche Tage“ sagen, es waren glückliche Jahre.“

So beschreibt Erika Tophoven in ihrem Erinnerungsbuch „Glückliche Jahre“ rückblickend die Zusammenarbeit mit ihrem Mann, der sich dem Credo eines „transparenten Übersetzens“ verpflichtet fühlte. Um den Prozess bis zur endgültigen Übersetzung auch für Außenstehende sichtbar zu machen, notierte Elmar Tophoven schon bald alle Vorüberlegungen, Wortfindungsprobleme und Recherche-Maßnahmen auf Karteikarten, die seine Frau Erika bis heute verwahrt:

„Es bleibt immer vieles auf der Strecke. Aber was interessant ist, ist eben jetzt für mich auch, nicht nur das Original und die danebenstehende Übersetzung, sondern eben diese Schritte, die dazwischen liegen. Und das finde ich nach wie vor ganz wichtig. Auch für alle Übersetzer denke ich wird das interessant sein: Wie kommt man zu der Lösung? Und dass das erhalten geblieben ist, ist für mich eben sehr kostbar. Dass das nicht alles weg ist. Und ist für mich eine Quelle der Inspiration, zweifellos.“

Mittels ihres Karteikartensystems legten die Tophovens nicht nur Rechenschaft über ihre Arbeit ab, sie dokumentierten damit auch jene Lücke des Unübersetzbaren, die jeder Übersetzer kennt. Schließlich reicht es für eine gute Übersetzung bekanntlich nicht aus, nur wortgetreu nach Wörterbuch vorzugehen. Man muss als Übersetzer auch ein intuitives Gespür für den Klang und die übergeordnete Bedeutung von Sprache besitzen und sich manchmal vom ursprünglichen Satzbau lösen. Hierbei hilft oft das Gespräch mit einem Gegenüber. Weswegen sich Elmar Tophoven zusammen mit dem Nabokov-Übersetzer Klaus Birkenhauer vehement für die Gründung eines europäischen Übersetzerkollegiums in seiner Geburtsstadt Straelen einsetzte, wo sich Übersetzer seit 1985 zum Erfahrungsaustausch treffen können. Zur Besonderheit der Tophovens gehörte außerdem, dass sie mit den Schriftstellern, die sie ins Deutsche übertragen haben, oft befreundet waren. Und darum manchmal Textprobleme direkt mit den Autoren besprechen konnten:

„Das große Glück war natürlich, dass die Autoren, jedenfalls Beckett und Nathalie Sarraute, deren ganzes Werk wir ja übersetzt haben, dass beide an der deutschen Sprache so interessiert waren. Und Beckett ja auch aktiv daran teilgenommen hat. Man hat manchmal gemeinsam lange überlegt, ob man diese oder jene Lösung findet, jenes Wort und so weiter. Es sind Neologismen eingeführt worden wie „Losigkeit“ oder „Verweiser“ für Texte. Die Worte konnte man ja nicht im Wörterbuch finden. Und die fand man nur nach langen, gemeinsamen Überlegungen. Und alles wurde ihm vorgelesen. Und bei Nathalie Sarraute war es genauso, dass also der Roman ihr von der ersten bis zur letzten Zeile ihr vorgelesen wurde.“

Nachdem ihr Mann Elmar 1989 gestorben war, führte Erika Tophoven die Übersetzungsarbeit für Samuel Beckett und Nathalie Sarraute alleine fort. Und verließ Frankreich schließlich nach 40 Jahren, um im Jahr 2000 nach Berlin umzuziehen. Die biografischen Aufsätze und Interviews ihres Buches rekapitulieren nun noch einmal das gemeinsame Übersetzerleben in Paris. Das ist vor allem dann spannend zu lesen, wenn von der keineswegs leichten Anfangszeit des Paares die Rede ist. Denn als literarischer Übersetzer war man auch in Paris damals schon schlecht angesehen – und wurde ebenso schlecht bezahlt. Entsprechend mussten die Tophovens neben ihrer literarischen Arbeit immer wieder Nebenjobs als Rundfunksprecher oder Fremdenführer annehmen. Erschwerend hinzu kam, dass viele Franzosen – nur ein paar Jahre nach der Nazi-Okkupation – den Deutschen misstrauisch gegenüberstanden. So wie Nathalie Sarraute, die sich als ehemals verfolgte Jüdin zunächst weigerte, ihren Übersetzer Elmar Tophoven kennenzulernen:

„Ja, Nathalie Sarraute – ich erinnere mich genau an dieses erste Gespräch, wir hatten noch nicht mal Telefon, also unten Place Maubert, um 12 Uhr mussten wir sie anrufen, um einen Termin zu vereinbaren. Und erst, nachdem Robbe-Grillet ihr gesagt hatte, sie könnte ganz getrost ihn empfangen, hat sie sich dann dazu bereit erklärt. Und dann wurde es ein sehr enges, warmherziges Verhältnis. Und sie hat später in einem Film gesagt: Na ja, sie hätte selbst gemerkt, dass sie zur Rassistin wurde. Und hat von da an keinerlei Reserven uns gegenüber zum Ausdruck gebracht. Ich bin mit ihr durch Deutschland gefahren und auch mein Mann war ja mit ihr in Deutschland, verschiedentlich. Also: Das hat sich dann ganz gelegt.“

„Glückliche Jahre“ ist persönliches Erinnerungsbuch und zugleich Rückblick auf ein faszinierendes Kapitel der Literaturgeschichte. Die Wege innerhalb der familiär anmutenden Literaturszene von Paris waren zwischen Autoren, Verlegern und Übersetzern noch verblüffend kurz – und die Debatten um eine angemessene Form des Erzählens wurden noch hitzig geführt.

Buchinfos:
Erika Tophoven: „Glückliche Jahre – Übersetzerleben in Paris“. Gespräche mit Marion Gees, mit zahlreichen Abbildungen, Beiträge von Elmar Tophoven und Christian Linder, 239 Seiten, 19,90 Euro.

 

 

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Polizei in Berlin verbietet Beckett-Stücke …

…. in denen mehr als eine Person auftritt.

NEUES AUS ABSURDISTAN

>>Aus Jux ließen sich drei junge Hamburger vor dem Reichstag mit beschrifteten Pappschildern ablichten. Für die Polizei war das ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Sie beschäftigte sich eingehend damit.<< (Tagesspiegel)

In der DDR war aufgrund des Volksaufstandes (17. Juni 1953) auf Plakaten zu lesen: Es ist verboten, sich auf Straßen und Plätzen zu versammeln. Mehr als 2 Personen dürfen nicht zusammenstehen. Vielleicht lag das Limit auch bei einer Person. Wenn ja, wären die Theaterstücke WARTEN AUF GODOT und ENDSPIEL schon subersiv, weil sich darin zwei Personen über die Bedingungen des Daseins unterhalten.

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Else und Sam

Radiogeschichten

Dienstag
28. Februar 2012
11:40

„Else und Sam“. Von Michael Krüger. Es liest Leo Braune. Gestaltung: Karin Buttenhauser

 

Großmutter und Enkel – die beiden verbindet eine große Leidenschaft für die Theaterstücke von Samuel Beckett. Im spießigen Nachkriegsdeutschland eckt man mit dieser etwas „exotischen“ Vorliebe natürlich an. Der Alltag des erklärten Beckett-Jüngers ist nicht einfach, aber in seiner Großmutter hat er eine treue Verbündete. Lange nach dem Tod der geliebten Großmutter kommt es schließlich zu einer Begegnung mit Samuel Beckett persönlich.

Michael Krüger wurde 1943 in Wittgendorf geboren und lebt in München. Er ist Lyriker und Romancier und arbeitet auch als Verleger und Herausgeber.

zur Sendereihe

SERVICE

  • Michael Krüger, „Else und Sam“, aus „Aus dem Leben eines Erfolgsschriftstellers“, Geschichten. Veröffentlicht im Fischer Taschenbuchverlag (Juli 2000). Lizenzausgabe des Sanssouci im Carl Hanser Verlag, München

 

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Neither – Aufführung in Hellerau

Spielplan:

http://www.hellerau.org/spielplan/neither/

 

Eine 3D-Audio-Oper für virtuelles Orchester und Sopran

Beckett: » Mr. Feldman, ich habe es nicht gern, wenn meine Worte vertont werden.«
Feldman: » Ich bin ganz Ihrer Meinung. Tatsächlich verwende ich ganz selten Worte. Ich habe viele Stücke für Stimme geschrieben, aber ohne Worte.«
Beckett: »Und was wollen Sie jetzt?«
Feldman: »Keine Ahnung. Ich suche nach der Quintessenz, nach etwas, das schwebt.«

So oder ähnlich soll sich der Dialog zugetragen haben, den Morton Feldman und Samuel Beckett 1976 in Berlin geführt haben. Ein paar Wochen später
bekam Feldman eine Postkarte. Darauf 87 Worte – das Libretto zu Neither. Es ist die Zustandsbeschreibung eines taumelnden Daseins, das sich im körperlosen Niemandsland, im Neither, befindet: zerrissen, orientierungslos. Feldman komponierte darauf seine Oper für Sopran und großes Orchester als schwebendes Ineinander betörender Klangfarben. Mit Hilfe hochmoderner Audiotechnik übersetzt das Künstlernetzwerk phase7 performing.arts Neither in das digitale Jetzt. 64 kreisförmig arrangierte Lautsprecher und die Technik der Wellenfeldsynthese (WFS) erschaffen ein virtuelles Orchester dreidimensional im Raum verortet, in deren Mitte die norwegische Sopranistin Eir Inderhaug singt. Die einzelnen Stimmen der Instrumente umspielen das Publikum aus unterschiedlichen Raumquellen. Das körperlose Orchester wird so zum manipulativen, unberechenbaren Phantom – es schwebt im Dazwischen, im Neither. Ein Spiel mit der Wahrnehmung des Zuhörers beginnt.

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Mail von Friedhelm Rathjen: Winnegans Fake

Dear friends and colleagues,

this book has just arrived from the printers:

James Joyce:

Winnegans Fake

Aus dem Spätwerk

Herausgegeben und übersetzt von Friedhelm Rathjen

This is a bilingual collection of all passages from Finnegans Wake (plus two non-Wake texts) translated into German by myself over the last three decades, excepting only the three Tales Told of Shem and Shaun which will appear as Geschichten von Shem und Shaun elsewhere. The book is printed in a limited edition of 111 copies, all numbered and signed by the translator (not the author, unfortunately). For more information, click Edition ReJoyce; for the contents, please scroll down to the end of this email.

 

About this book:

Title: Winnegans Fake

Subtitle: Aus dem Spätwerk

Author: James Joyce

Edited and translated by: Friedhelm Rathjen

Published: March 2012

Details: 304 pages; hardback

Publisher:  EDITION ReJOYCE

ISBN: 978-3-00-037359-6

Price: € 50,-

Copies may be ordered from the author-cum-publisher (rejoyce@gmx.de). If you order before 29 February, the price of 50 Euros will include free delivery (worldwide at surface rate). The book can also be ordered through Amazon-Germany (http://www.amazon.de/Winnegans-Fake-Aus-dem-Sp%C3%A4twerk/dp/3000373594/); in this case, however, costs for p&p will be charged.

Friedhelm Rathjen

Edition ReJoyce

Contents

James Joyce: Winnegans Fake

Vorbemerkung des Übersetzers 7

I: aus Finnegans Wake

Der Anfang [FW 3] 11

Stimmgelärm [FW 6] 13

Horch! Cave! Echoland! [FW 11-13] 15

Knuddelmuddel in Edenborough [FW 22-29] 17

Humphrey Chimpden Earwicker [FW 30-47] 23

Befuseliere [FW 58] 67

Die Symphysis ihrer Antipathien [FW 92-93] 69

Babbelang [FW 102-103] 73

Das titellose Mamafest [FW 104-111] 75

Der Mimus von Mick, Nick und den Maggies [FW 219-224] 81

Zwölf Episoden des Ulysses [FW 229] 87

Eine verfluchende Rute [FW 250] 89

Harrt, höre uns! [FW 257-259] 91

Da wir da sind [FW 260-261] 93

Irgendwas Dunkels [FW 276] 97

Ihre Fütterung beginnt [FW 307-308] 99

Nachtbrief [FW 308] 101

Das Zeichen des Hammers [FW 316] 103

Jungende Früchtchen [FW 336-337] 105

Emanzipator [FW 342] 109

Die Abnihilisation des Ätöms [FW 353] 111

Ah hoy! [FW 371-382] 113

Mamalujo [FW 383-399] 115

Wie mielodorös! [FW 410-412] 155

Brief, getragen von Shaun [FW 420-428] 159

Jauns Predigt [FW 433-440] 165

Allraum [FW 448-473] 175

Shaum und Sameas [FW 483-527] 177

Der Sitz der Stadt [FW 531-540] 187

Bettszene, erste Stellung [FW 555-563] 191

Bettszene, zweite Stellung [FW 564-582] 213

Bettszene, dritte Stellung [FW 582-590] 227

Bettszene, vierte Stellung [FW 590] 237

Das Ende [FW 627-628] 239

II: Vermischtes

Dämmerlicht der Erblindung Umnachtung bricht über Swift herein 245

Von einem geächteten Schreiber an einen geächteten Sänger 247

III: Anhang

Zu den Texten und Übersetzungen 261

 

 

 

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Bücher öffnen Denkräume

Lesen.Hören: Am kommenden Samstag beginnt das sechste Mannheimer Literaturfest / Auftakt in der Christuskirche

Von  Thomas Groß

Um zu beweisen, dass Festivals auch in Sachen Literatur eine hohe Attraktivität besitzen, muss man nicht zur lit.cologne nach Köln oder zu „Leipzig liest“ rund um die Buchmesse reisen. Es genügt, vor die eigene Haustür zu treten. Dort lädt von 25. Februar bis 11. März bereits zum sechsten Mal das Mannheimer Literaturfest Lesen.Hören ein, verspricht anregende Entdeckungen ebenso wie Lesungen von Autoren, deren Werk man kennt, die man aber auch daraus lesen – und zudem darüber sprechen – hören möchte. Im Mai gibt es dann Ähnliches auch wieder in Heidelberg zu erleben.

Warum der quantifizierbare Kunst- und Kulturgenuss insgesamt nicht wächst, solche Festivals sich aber einer noch immer steigenden Beliebtheit erfreuen? Vielleicht hilft außer der Einsicht, dass der Mensch nun mal ein Gemeinschaftswesen ist, auch ein Blick auf die Tradition weiter. Der Heidelberger Philosoph Hans-Georg Gadamer hob deren Bedeutung zeitlebens gegen jene hervor, die auf zeitgemäße Trenddiagnosen aus sind. Entsprechend deutete er in einem wohlformulierten, knappen und anregenden Buch die Kunst recht traditionell – als Spiel, Symbol und Fest. Weil Kunst überhaupt, und eben auch Literatur, Symbolwert besitzt, weil sie bedeutsam ist – deshalb spricht sie an. Als spielerisch mag ihre Auseinandersetzung mit Wirklichem, der Zeitgeschichte, überhaupt mit ihrem Material gelten. Im Falle von Lesen.Hören könn(t)en auch die moderierten Gespräche mit den Autoren nach der Lesung entsprechenden Charakter haben und anregend wirken. Und wie es sich mit dem Festcharakter der Kunst verhält, versteht sich von selbst, wenn die Veranstaltung zu Recht den Namen „Literaturfest“ oder „Festival“ trägt.

Deutlicher als sonst tritt dieser Charakter nun in Mannheim hervor: Die Eröffnung findet am 25. Februar nicht im angestammten Veranstaltungsort Alte Feuerwache statt, sondern in der Christuskirche. Im Mittelpunkt steht, außer Roger Willemsen und Schauspieler Matthias Brandt, eine hochsymbolische Figur, der alttestamentarische Hiob, dem Willemsen ein Buch gewidmet hat („Hiob – Das müde Glück“). Deshalb erscheint es auch unabhängig von der Prominenz der Mitwirkenden folgerichtig, dass die Veranstalter an diesem Abend mit 1000 Gästen rechnen.

Der Weg in die Stadt

Bücher pflegen für sich selbst zu sprechen und zu jedem auf je eigene Weise, dennoch hat eine verständige Vermittlung, die den Sinn- und Symbolwert nicht strikt vorgibt, seit langem einen festen Platz an ihrer Seite – in den Medien, Buchhandlungen oder eben Veranstaltungshäusern. Das Literaturfest vertraut dieses Jahr darauf, dass die Örtlichkeit zur Wahrnehmung besonders beitragen kann – und sucht gewissermaßen den Weg in die Stadt: Deshalb ist man zweimal zu Gast im Nationaltheater – auch dies ein Ort, der traditionell für Festliches steht -, und gelegentlich auch im Schloss, in Hörsälen der Universität. Was noch die symbolische Größe und Weite angeht: Das thematische Spektrum umfasst in diesem Jahr neben dem erwähnten Hiob noch eine weitere biblische, wahrlich überragende Gestalt: Jesus. Von den Säulenheiligen der Moderne sind Alfred Döblin und Samuel Beckett gleichsam zu Gast – bei Veranstaltungen, die sich um ihre Werke drehen. Und hochsymbolisch ist nicht zuletzt das Geld, dem sich ebenfalls ein Themenabend widmet. Es geht um Vergangenes und dessen Aktualität, etwa um die DDR, von der Eugen Ruge erzählt, oder um Leben und Werk des Philosophen Hans Blumenberg, um das herum Sibylle Lewitscharoff einen buchstäblich fantastischen Roman gestrickt hat. Es geht aber auch um Zukunft – etwa in Gestalt der jungen Autorinnen Antonia Baum und Lisa-Maria Seydlitz oder sozialpsychologischen Erwägungen über die Zeitform Futur II.

Der Erweiterung der Örtlichkeiten entspricht eine thematische – gesellschaftspolitische Fragen scheinen eine größere Rolle zu spielen; auch wenn Gregor Gysi seine Lieblingsbücher vorstellt, darf man solches wohl erwarten. Ob es das Publikum zu schätzen weiß? Zu jeglichem Fest lädt man ohne echte Gewähr für zahlreiches Erscheinen von Gästen ein. Räume zu öffnen, ist jedenfalls eine vielversprechende Angelegenheit. Das ist in Sachen Festival nicht anders als im Falle der Literatur.

Quelle:

http://www.morgenweb.de/nachrichten/kultur/20120222_mmm0000002891760.html

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Hörspiel von Bernd Heinz über Beckett

Der Schriftsteller Samuel Beckett im Jahr 1966 (Bild: AP Archiv)Der Schriftsteller Samuel Beckett im Jahr 1966 (Bild: AP Archiv)

Immer dein, tuissimus – ein Kapitel aus Dream

Von Samuel Beckett

1932 schrieb Samuel Beckett seinen autobiografischen Roman „Dream of Fair to Middling Women“. 1928 und 1932 hatte Beckett sich acht Mal in Deutschland aufgehalten, wo er zum Teil mehrere Wochen bei Familie Sinclair in Kassel verbrachte, mit deren Tochter Peggy ihn ein intensives Liebesverhältnis verband.

„- Immer dein, tuissimus – ist ein herausragendes Beispiel dafür, dass Literaturadaptionen im Hörspiel nicht beim „Sprechtheater“ oder „Hörbuch“ stehen bleiben müssen, sondern zu vielschichtigen und vielfältigen akustischen Kunstwerken taugen.“ (Aus der Begründung der Jury zum Hörspiel des Monats Mai 2006)

Aus dem Englischen von Wolfgang Heidl
Hörspielbearbeitung: Bernd Heinz
Regie: Oliver Sturm
Mit Graham F. Valentine, Florian von Manteuffel, Kathrin Angerer u.a.
HR 2006/48’51

 

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