T. C. Boyle im Interview

Interviewer: >>Bis zur unweigerlichen Ausrottung der Menschheit dauert es ungleich weniger lange, sagen Sie. Jegliche Rettung komme zu spät. Wenn sowieso alles dem Untergang geweiht ist – wieso sollte man sich um die Natur kümmern?<<

T. C. Boyle: >>Weil wir die Natur sind und jeder Moment für uns als Individuum kostbar ist. Samuel Beckett war über die menschliche Existenz so deprimiert wie man es nur sein kann. Trotzdem hatte er seinen Spass im Leben – und wie. Ich bin da seit langem weniger genussvoll und versuche, mich stattdessen mit Natur und Kunst zu umgeben. Das ist eine prima Palliativmedizin gegen die Verzweiflung, ich empfehle es jedem, der nicht an Gott glauben kann.<<

Das ganze Interview hier:

http://www.bernerzeitung.ch/kultur/buecher/Dann-sind-wir-tot-individuell-aber-auch-als-Spezies/story/14418793

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Lidl wendet sich von Beckett ab

Lidl stellt den Verkauf von Hummer ein:

http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/erfolg-lidl-stellt-hummer-verkauf-ein

Dante und der Hummer

Es beginnt mit einem Scherz. Im November 1930 stellt Samuel Beckett (1906-1989) den Romanisten des Trinity College in Dublin einen Dichter namens Jean du Chas vor, den es nicht gibt. Mit parodierter Bildungshuberei und selbstverliebten Formulierungskünsten, die durch Sarkasmus gesteigert und in Schach gehalten werden, weist dieser Text auf Becketts ersten, postum veröffentlichten Roman „Traum von mehr bis minder schönen Frauen“ voraus, der 1932 in Paris entstand, sowie auf den Erzählzyklus „Mehr Prügel als Flügel“ aus dem Jahr 1934 (aus dem zwei Erzählungen aufgenommen wurden). Am Schluß der chronologisch nach dem Zeitpunkt des Entstehens geordneten Sammlung steht Immer noch nicht mehr, des Autors letzter Prosatext, geschrieben zwischen 1986 und 1988: fast Szene in der Reduziertheit des Raums und der Bewegungen; fast Gedicht in seinem Kreisen, Variieren, Wiederholen. „Eines Nachts als er den Kopf auf den Händen am Tisch saß sah er sich aufstehen und gehen.“ Dante und der Hummer (so heißt die erste Erzählung aus Mehr Prügel als Flügel) macht alles, was in den Werken, in Einzelausgaben und sonst verstreut von Becketts kürzerer erzählender Prosa auf deutsch erschienen ist, zum ersten Mal in einem Band verfügbar – dazu drei kleine deutsche Erstveröffentlichungen: „Das Bild“, „weder noch“ und „Wie soll man sagen“

Quelle:

http://www.buecher.de/shop/buecher/dante-und-der-hummer/beckett-samuel/products_products/detail/prod_id/08754646/

 

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Algerien

Für viele hierzulande ist Beckett ein Theaterautor, dessen Pessimismus nur auf der Bühne stattzufindet. Mit dem Leben hat Becketts Schwärze scheinbar wenig zu tun. Zumindest ist das der Eindruck, den das bürgerliche Publikum vermittelt, denn der Bürger redet selten darüber, wie er sich fühlt, und er redet schon gar nicht über seine Befindlichkeit, wenn diese sich an einem Nullpunkt befindet.

Heute Abend, am 8. Februar 2012, gab es auf Deutschlandfunk eine etwa 20-minütige Sendung über Algerien. Diese begann mit den Worten:

„Die Regierung tut nichts für uns. Sie gibt dir keine Arbeit. Und wenn du eine hast, wirst du ausgenutzt. Du hast keine Rechte. Arbeitest hart, verdienst nichts. Aber du hast ja keine Wahl. Diese Jugend ist verloren. Keine Hoffnung, keine Zukunft. Die Jugendlichen sind depressiv, nehmen Drogen, Alkohol, um zu vergessen – und um vom Glück zu träumen. Sie sagen sich: Vielleicht kommt es morgen, morgen, morgen … aber nichts passiert.“

Der Text beschreibt das Lebensgefühl vieler Algerier. Mir macht er deutlich, welch großer Realist Beckett war.

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Das Berliner Ensemble – ein Theater für Zeitgenossen

WARTEN AUF GODOT von Samuel Beckett

Mit: Roman Kaminski (Lucky), Gerd Kunath (Pozzo), Peter Luppa (Ein Junge), Michael Rothmann (Estragon), Axel Werner (Wladimir)

Regie: George Tabori Bühne: Etienne Pluss Kostüme: Margit Koppendorfer Dramaturgie: Hermann Beil, Anika Bárdos

13.02.2012 um 19:30 Uhr

Axel Werner (Wladimir), Michael Rothmann (Estragon), Gert Kunath (Pozzo), Roman Kaminski (Lucky)

Foto: Monika Rittershaus ESTRAGON: Komm, wir gehen.

WLADIMIR: Wir können nicht. ESTRAGON: Warum nicht? WLADIMIR: Wir warten auf Godot. ESTRAGON: Ach ja.

Wladimir und Estragon, zwei Menschen ohne Geschichte, treffen sich jeden Tag im Nirgendwo, um auf Godot zu warten. Nur wissen sie nicht, wer Godot ist, was er von ihnen will oder sie von ihm, und ob er überhaupt jemals kommen wird. Oder wer Pozzo und Lucky sind – der eine ein Herrscher und der andere ein Diener – und warum sie ihnen immer wieder begegnen. „In dieser ungeheuren Verwirrung ist eines klar: Wir warten darauf, daß Godot kommt“, sagt Wladimir zu Estragon.

George Tabori hat sich immer wieder mit Samuel Beckett beschäftigt – in München, in Bochum, in Wien. 2006 hat der große Theaterzauberer Tabori erneut WARTEN AUF GODOT inszeniert, das Jahrhundertstück Samuel Becketts, der am 13. April 2006 100 Jahre alt geworden wäre: mit melancholischem Witz und heiterer Traurigkeit warten die beiden Clochards Wladimir und Estragon wieder auf Godot, auf die Nacht, auf die Erlösung…

Warten auf Godot wird, was es für Tabori ist: die wunderbar befreiende Zerstreuung. (Generalanzeiger Bonn)

Wer es noch nicht wusste, erfährt bei dieser Tabori-Inszenierung, dass „Warten auf Godot“ eine veritable Komödie ist, eine Clownsnummer mit wunderbar leichthändiger, zärtlicher Melodie. (Der Tagesspiegel)

http://www.berliner-ensemble.de/repertoire/titel/3/warten-auf-godot

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Sabine Kozdon, Mitglied der Beckett-Gesellschaft, weist auf folgendes hin:

In der neuen Ausgabe des Beckett Circle ist ein (englischsprachiger) Link
erhalten, der vielleicht interessant ist:

http://www.beckettarchive.org/
http://www.aspeditions.be/article.aspx?article_id=BECKET240A

Außerdem gibt es in Dublin im Juli eine Samuel Beckett Summer School:

http://www.beckettsummerschool.com/

Im Beckett Circle ist auch erwähnt, daß Ruby Cohn, einer der ganz großen
Beckett-Forscherinnen, im Oktober verstorben ist.

Vorerst freundliche Grüße und Ihnen einen guten Start in die Woche!

Sabine Kozdon

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Rhys Tranter weist auf seinem Blog auf folgende Konferenz hin

James Joyce Non-fiction Conference

International conference at the University of York · 23-25 March 2012
Sculpture of James Joyce, by Mikhail Iakovlev

“Outside his jurisfiction”: Interrogating Joyce’s non-fiction writings

International conference at the University of York
23-25 March 2012

About the Conference

Kevin Barry’s James Joyce: Occasional, Critical, and Political Writing contains over fifty pieces ranging in topic from the literary theorizing of ‘James Clarence Mangan’ and ‘Realism and Idealism in English Literature’ to the differing political interventions of ‘The Shade of Parnell’ and ‘Politics and Cattle Disease’ and in genre from short book review to spoken lecture. These disparate writings, drawn mainly from the first half of Joyce’s career, have always had a troubled place within the dominant strains of Joyce criticism. Although they are frequently referred to in commentaries on Joyce, the question has always been precisely what to make of them. Are they genuine expressions of Joyce’s intellectual and emotional attitudes or part of a developing and deliberately fashioned public persona? Is there any value, regardless of the intent of the pieces, in attempting to read Joyce’s fictional writings through these non-fictional writings? If so, is it legitimate to describe Ulyssesand Finnegans Wake with reference to writing that precedes them by several decades?

Such questions haunt every discussion of Joyce’s non-fiction writing. The tremendous usefulness of these works as a source of pertinent and pithy quotation, and at times as a quasi-genetic source for later works, only aggravates the problem. “Outside his jurisfiction” seeks to bring these issues into focus, to interrogate the problematic boundary between Joyce’s ‘thoughts’ political and aesthetic and his writings, to ask what is at stake in the prefix ‘non-‘ to ask, indeed, to what the designation ‘non-fiction’ can reasonably be made to refer. Perhaps most importantly, this conference aims to consider the status of Joyce’s — and by extension any artist’s — non-fictional writings in relation to a much wider creative oeuvre; how can we appropriately connect, or, if necessary, separate, an artist’s life and opinions and his works?

We welcome abstracts of no more than 500 words for papers addressing any aspect of Joyce’s non-fictional writings, whether in conjunction with his fictional works, or in their own right. We especially welcome papers that problematize or stretch the definitive boundaries of the term ‘non-fiction’.

Conference Registration is now open.

Questions to consider include:

Can we think of Ellmann’s invention of the character ‘James Joyce’ as a piece of non-fiction (or perhaps ‘not-quite-fiction’) that has, more than any other, influenced our readings of Joyce’s fictional writings? How do we approach Joyce’s letters as pieces of writing? What is (and what should be) the status of Joyce’s prose ‘epiphanies’, which were never published in his life-time and which read like a sort of creative diary.

Our aim is to address these and many other questions, in a conference that re-envisions Joyce’s non-fictional writing and reinvigorates its use in future criticism.

Conference Organizers

Contact

Website

Also at A Piece of Monologue:

 

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Finnegans Quake?

Von Peter Mühlbauer 17.01.2012

Nachdem die Romane von James Joyce am 1. Januar 2012 gemeinfrei wurden, hofft der Literaturwissenschaftler Sean Latham auf Computerspiele, die sich seiner Werken bedienen.

Am 13. Januar 1941 starb der Schriftsteller James Augustine Aloysius Joyce. Seine Werke Ulysses undFinnegans Wake gehören aufgrund des dafür nötigen Aufwands möglicherweise nicht zu den meistgelesenen, aber dafür zu den bekanntesten Werken der Literaturgeschichte.

Mehr hier:
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36246/1.html

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Erika Tophoven im Gespräch mit Ulrich Wickert

Die Beckett-Versteherin
Ulrich Wickert im Gespräch mit Erika Tophoven

Erika Tophoven spricht mit Ulrich Wickert über die Freude am Übersetzen.
„Glückliche Jahre“ hat Erika Tophoven ihr jüngst erschienenes Buch über ihr Übersetzerleben in Paris genannt: ein glückliches Leben mit ihrem Mann Elmar Tophoven – gleichermaßen ein bedeutender Übersetzer -, umgeben von Büchern, von literarischen Bekanntschaften, von Texten in fremden Sprachen, die nur darauf warteten, auch auf Deutsch Leben zu bekommen. Sie übersetzte Bücher von Claude Simon, Nathalie Sarraute und die englisch geschriebenen Werke von Samuel Beckett. Dieser, erinnert sich Erika Tophoven, habe aktiv an der Übersetzung teilgenommen, „und wenn es Probleme gab, konnten wir gemeinsam versuchen, sie zu lösen“.
„Kiki kann es machen“

1956 ging die junge Zwickauerin Erika Tophoven nach Paris, ohne eine rechte Ahnung, was nun werden solle. „Ich kam aus München mit meinem Übersetzerdiplom, von Literatur hatte ich wenig Ahnung. Dann lernte ich meinen späteren Mann kennen – und ein paar Wochen später waren wir bei Beckett.“ Noch immer, sagt sie, habe sie sein „Kiki peut le faire“ („Kiki – das heißt Erika – kann es machen“) im Ohr, das Beckett immer dann sagte, wenn es ein neues Werk zu übersetzen gab.
Den Tophovens ging es aber nicht nur ums Übersetzen, sondern auch darum, die alles in allem eher schwierigen Arbeitsmöglichkeiten der Übersetzer zu verbessern. So gründeten sie in Stralen, der niederrheinischen Heimatstadt Elmar Tophovens, 1978 das „Europäische Übersetzer-Kollegium“, das den im Grunde so einsamen Übersetzern Austausch und Dialog ermöglichen sollte.
Mit Erika Tophoven spricht Ulrich Wickert ausführlich über das Glück und die Schwierigkeit, literarische Werke zu übersetzen, und über die Freude, in Paris zu leben.

Siehe hier:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/sendungen/wickerts_buecher/wbtophoven101.html

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Bucerius Kunst Forum 2013

Giacometti und sein Kreis
26. Januar bis 20. Mai 2013 (???)

Für Alberto Giacometti (1901-1966) steht der Mensch im Zentrum. In Skulpturen, Gemälden und Zeichnungen beharrt er auf der figurativen Darstellung. Damit nimmt er eine Außenseiterposition ein in einer Zeit, in der die künstlerische Avantgarde die Abstraktion propagiert. Giacometti zeichnet und modelliert alle Menschen, die ihn umgeben: Familie und Freunde. In seinen Skulpturen lotet er die Grenze zwischen Wiedererkennbarkeit und Verallgemeinerung, zwischen Individualität und Typisierung aus. Dabei ist der Übergang vom Portrait zur anonymen Figur fließend. In seinen Bildnissen ringt Giacometti um die Erfassung der existentiellen Gegenwart des Menschen, die er als „intensive geballte Kraft“ erfährt. Die über einen langen Zeitraum vom selben Modell immer wieder angefertigten Portraits zeigen den Prozess seiner darstellerischen Annäherung.

Giacometti steht eng mit der existentialistischen Bewegung im Paris der Nachkriegszeit in Verbindung. Seine Freunde wie Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Samuel Beckett portraitiert er in Gemälden und Zeichnungen. Mit den Intellektuellen trifft er sich in den Cafés von Montparnasse und Saint-Germain-des-Prés. Für Sartre war Giacometti der Künstler des Existentialismus. In seinen Portraits des literarisch-künstlerischen Kreises überträgt Giacometti die auf die subjektiven Erfahrungen des Menschen konzentrierten Ideen des Existentialismus in seine Kunst.

Die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum widmet sich erstmals Giacomettis Portraitkunst vor dem historischen Hintergrund ihrer Entstehung und präsentiert Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen von den 1920er Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1966. Die Portraits werden ergänzt durch Hauptwerke seiner anonymen Figuren – sie sind die Essenz seiner langjährigen Arbeit am Portrait.

Ein wichtiger Teil der Leihgaben stammt aus der Familie Giacomettis. Diese Sammlung wird um Werke aus internationalen Museen ergänzt.

Zeitgleich präsentiert die Hamburger Kunsthalle die Ausstellung Giacometti. Die Spielfelder, die erstmals Giacomettis wegweisende Idee der ‚Skulptur als Platz’ vorstellt.

PS: Ob die wirklich 2013 meinen?

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Hörspielreihe ab 10. Januar 2012: James Joyce, Ulysses

10.01.2012 · 20:10 Uhr
James Joyce, irischer Schriftsteller (1931) (Bild: AP Archiv)

James Joyce

Ulysses 1: Telemachos

Aus dem Englischen von Hans Wollschäger

Mit dem ersten Kapitel, „Telemachos“ genannt, beginnt die auf 18 Teile und 22 Stunden angelegte Hörspielfassung des Romans „Ulysses“ von James Joyce. Zwei Folgen weisen vorab auf das Projekt.

Der Roman vor 90 Jahren 1922 in der Pariser Buchhandlung Shakespeare & Company von Sylvia Beach erschienen und mittlerweile als Ikone der literarischen Moderne verehrt, erzählt in 18 Abschnitten vom 16. Juni 1904.

Von acht Uhr morgens bis weit nach Mitternacht ersteht das Porträt Dublins mit seinen Orten und Menschen. Protagonisten sind der jüdische Annoncenaquisiteur Leopold Bloom mit seiner untreuen Ehefrau Molly und der junge Schriftsteller Stephen Dedalus.

Das erste Kapitel beginnt um acht Uhr: Der unter chronischem Geldmangel leidende Stephen frühstückt mit Mulligan, dem Medizinstudenten, und Haines, dem Engländer, auf dem Mortello-Tower an der Küste der Dublin Bay.

Der Tag, der ihn mit seinem späteren Vater im Geiste, Leopold Bloom, zusammenführt, beginnt.

Hörspielbearbeitung, Musik
und Regie: Klaus Buhlert
Mit Manfred Zapatka,
Jens Harzer, Werner Wölbern, Hans-Werner Meyer und
Margrit Bendokat
SWR/DLF 2012/ca 45′

Deutschlandfunk, Hörspiel 14.01.2012 · 20:05 Uhr

James Joyce
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Ulysses 13: Nausikaa
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Aus dem Englischen von Hans Wollschäger

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James Joyce Roman „Ulysses“ ist nicht nur der Roman eines Tages in Dublin im Jahr 1904, er soll zugleich ein Roman der ganzen Welt sein. Joyce spannt den Bogen von Homers „Odyssee“ am Anfang der abendländischen Literatur bis zum Leben der Dubliner Bürger Anfang des 20. Jahrhunderts.

Im 13. Kapitel, gemeinhin „Nausikaa“ genannt und von Joyce in parodistischem Stil geschrieben, träumt um 20 Uhr abends die junge Gerty MacDowell am Strand von Dublin von der Liebe.

Sie weiß nur zu gut, dass sie beobachtet wird, und sie weiß ihre Reize zu zeigen.
Hinter einem Felsen verborgen, beobachtet Leopold Bloom sie.
Auf seinem Weg durch Dublin macht er hier Rast und will seine Gedanken sortieren.

Wie Odysseus‘ Nausikaa erliegt er nur kurz Gertys Reizen.

Ein Kapitel voll sinnlichem Humor und sprachlicher Schönheit.

Hörspielbearbeitung, Musik
und Regie: Klaus Buhlert
Mit Corinna Harfouch, Dietmar Bär, Manfred Zapatka u.a.
SWR/DLF 2012/ca. 65′

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