Premierenverschiebung: „Endspiel“ von Samuel Beckett

Am 2. Oktober feiert die Schauspielsparte mit Samuel Becketts Einakter „Endspiel“ ihre zweite Premiere. Ursprünglich war diese für den 30. September anvisiert, musste aber aufgrund von Erkrankungen im Ensemble leider verschoben werden.

Der Regisseur Frank-Patrick Steckel (Foto), unter der Intendanz Arno Wüstenhöfers zwischen 1978 und 1981 Oberspielleiter am Schauspiel des Bremer Theaters, inszenierte in den vergangenen Jahren bereits Brechts die begeistert aufgenommene „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ sowie „Die Macbeth Tragödie“ von William Shakespeare am Haus. Für Bühne und Kostüme zeichnet Sabine Böing, für die Musik Ronald Steckel verantwortlich.

„Aus, es ist aus, es ist so gut wie aus, es muss so gut wie aus sein.“ – Wer kann das schon genau sagen? Der darüber sinnierende Clov jedenfalls nicht. Eine nicht näher bezeichnete Katastrophe hat fast alles Leben ausgelöscht – nur zwei Überlebende scheint es zu geben: Hamm, der blind und gelähmt im Rollstuhl sitzt, und Clov, der nur noch mit großer Mühe gehen kann. Gegenseitige, existenzielle Abhängigkeit verbindet und daraus entstandener Hass trennt die beiden gleichermaßen – es entspringt daraus ein absurd tragikomisches Endzeitstimmungsspiel.

Quelle: http://www.theaterbremen.de/de_DE/magazine/home/151845

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Das Projekt „Beckett Digital“ ist schon seit einiger Zeit online

http://www.apieceofmonologue.com/2011/08/beckett-digital-manuscript-project.html

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Es gibt einen Bericht über eine Aufführung von Krapp’s Last Tape im Ruhrgebiet …

… da sich aber das Impressum dort sehr bedrohlich liest hinsichtlich des Urheberrechts, hier nur der Link zum Text über die Aufführung, der trotz des Impressums lesenswert ist:

http://www.ruhrtriennale-blog.de/wordpress/?p=1089

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Veranstaltungstipp

Samstag, 8. Oktober, 17:00 Uhr

Martin Wuttke spricht „Erste Liebe“ von Samuel Beckett

in Schloss Neuhardenberg

»Ich machte ihre Bekanntschaft auf einer Bank, am Ufer des Kanals.«So beginnt Samuel Becketts 1945 geschriebener Prosatext Erste Liebe, aber um eine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinn handelt es sich keineswegs. Der Ich-Erzähler schildert seine Vertreibung aus dem Haus des verstorbenen Vaters. Er ist ein verstoßener, herumirrender Haltloser und begegnet auf eben jener Bank der Prostituierten Lulu. Zwar nimmt er ein amouröses Verhältnis zu ihr auf, verlässt sie jedoch, während sie das gemeinsame Kind zur Welt bringt. Undurchdringlich lässt er dabei weder den Leser, den Hörer, Lulu und wohl auch sich selbst nicht in die Karten schauen.

Martin Wuttke
Egal ob Volksbühne, Berliner Ensemble, Schaubühne oder Deutsches Theater, er ist ein gefeierter Star auf den großen Bühnen und das auch außerhalb Berlins. Zudem ist Wuttke bekannt als Film- und Fernsehschauspieler, Regisseur und ermittelt, neben Simone Thomalla, als Leipziger Tatort-Kommissar Adreas Keppler.

Er gilt als ein Schauspieler, der Figurentexte etwa so absucht, wie man eine Mauer absucht, um unbedingt den Riss zu finden, den es zu weiten gilt und der den Blick freimachen könnte zum zuckenden Herz. Den Beckett-Text um die gänzlich unromantische Liebe hat er für sich inszeniert und in den achtziger Jahren in Frankfurt erstmals gespielt. Und dieser Ich-Erzähler ist ihm in Fleisch und Blut übergegangen: Wuttke wird zum atemberaubenden Sehnen-, Haut- und Nervenspieler, der alles Fremd-Kreatürliche zur eigenen Leidensgeschichte erhebt.

Die Veranstaltung findet im Großen Saal statt.

Hotline:
033476 – 600 750

Veranstaltungsort:
Schinkelplatz
15320 Neuhardenberg

Eintrittspreis:

14 € / erm. 10 €

 

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Becketts Play „Happy Days“

The first production was at the Cherry Lane TheatreNew York on 17 September 1961, directed by Alan Schneider with Ruth White as Winnie (for which she won an Obie) and John C. Becher as Willie.

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„Endspiel“ von Samuel Beckett – Eine noch nicht bestätigte Pressemeldung

Am 30. September, um 20 Uhr im Neuen Schauspielhaus

(lifepr) Bremen, 16.09.2011, Da haben sich zwei gefunden: Samuel Beckett, der Meister des absurden Theaters, und Frank-Patrick Steckel, einer der erfahrensten und renommiertesten Regisseure…

 

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John Calder in der Festschrift zu Becketts 80. Geburtstag 1986

Neoliberalismus ist eng verknüpft mit einer Entsolidarisierung der Gesellschaft, Entsolidarisierung als Programm. Dafür stehen schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts Thatcher und Reagan.

John Calder, Verleger und Freund Becketts, bringt dies auf den Punkt:

>>Samuel Becketts Bewunderer sind wie Wladimir unfähig zu schweigen. Sie stehen unter dem Zwang, sich zu artikulieren und fühlen sich verpflichtet zu danken, nicht nur für die Einsichten, die uns Beckett als Schriftsteller in die Verfaßtheit des Lebens auf diesem Planeten vermittelt hat, sondern sie sind dankbar für etwas Tieferes und Persönlicheres: Beckett hat eine Ethik geschaffen, die den herrschenden Werten, welche unsere Gesellschaft vergiften, entgegengesetzt ist. Diese destruktiven Werte entspringen der Habsucht, der Geldgier und der Blindheit gegenüber der Realität und gegenüber dem Leiden der Anderen. Die wachsende Bereicherungsmentalität der Gesellschaft läßt diejenigen, die Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Mitgefühl für den Anderen als Lebensweise bevorzugen, naiv und anachronistisch erscheinen.

Zwar gibt es in allen Gesellschaften einen starken Hang zur Habgier, aber die meisten europäischen Länder sind nicht so ins Extrem gegangen wie Thatchers Großbritannien und Reagans Amerika. Ihre Favorisierung des egozentrischen Gewinnstrebens hat das Leben der Imagination, der Phantasie, der Poesie und alle Formen des Altruismus entmutigt.<<

(Übersetzung von mir; kb)

As No Other Dare Fail: For Samuel Beckett on His 80th Birthday by His Friends and Admirers, herausgegeben von John Calder,  London/New York, Calder/Riverrun Press 1986, ISBN 0-7145-4077-3

 

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Samuel Beckett (left) and his brother, Frank, do a spot of gardening in Ussy-sur-Marne.

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Quelle: Rhys Tranter auf facebook

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Gustav Doré

Charon, der Fährmann, der die Verdammten davon abhält, vor der Hölle in sein Boot zu flüchten. Wohl gemerkt, die Verdammten, nicht die >Verdammten dieser Erde<.

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beckett-tagung

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