Cpiano-Klavierklänge aus den Walliser Bergen

Cpiano – Cpiano (Querrecords)

 

Mit cpiano veröffentlicht eine Komponistin und Pianistin ihre Erstlingswerke, mit welchen sie ihre Herzen erreichen möchte. Die ca. 12-minütigen, abwechslungsreichen Klavierstücke erzählen zwei verschiedene schicksalshafte Geschichten.

Previews // Feedback:

Cpiano – Claudia
Cpiano – Seelenverwandtschaft

Contact & Licensing

Pfammatter Christine
Chummustrasse 10
3947 Ergisch
079 209 74 31

http://itunes.apple.com/de/album/__/id493149870

 

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Athanor Akademie Burghausen

Endspiel von Samuel Beckett

Abschlussinszenierung

“Endspiel”
von Samuel Beckett

Premiere: Donnerstag 19. April 2012 • um 20 Uhr

weitere Aufführungen: 20., 21., 22., 26., 27., 28. und 29. April • jeweils um 20 Uhr
im Theater in der Freundlhalle • Tittmoningerstr. 17 • 84489 Burghausen

Becketts Endspiel ist ein Drama in einem Akt. In einem leeren und düsteren Raum befinden sich Hamm, ein blinder und gelähmter Alter, der auf einem Sessel sitzt, weil er nicht stehen kann. Neben ihm steht auf steifen Beinen sein Diener, Clov, der ebenfalls nur noch mühsam gehen, aber auf keinen Fall sitzen kann. Hamms Eltern, Nagg und Nell, sind existieren nur noch durch Clov. Die Welt außerhalb des Raumes ist ‘tot’, die zwei Personen könnten die einzigen Überlebenden einer globalen Katastrophe sein.

Die Handlung im Endspiel thematisiert das Kreisen der Figuren um einander und um sich selbst. Die Mischung aus dramatischer Spannung und grotesker Komödie entführt den Zuschauer in andere Sphären.

Besetzung: Eveline Makrai, Andrea Reinbacher

Regie: Nora-Alice Horlacher

 

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Christian Berkel empfiehlt Marcel Proust

Stand: 26.03.2012

Buchcover "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Prost, Polaroid-Foto von Christian Berkel | Bild: Suhrkamp Verlag, picture-alliance/dpa, colourbox.com, Montage: BR

Für ihn ist Prousts „Recherche“ die „größte literarische Entdeckung“. Ist eine gewisse Schwelle erst einmal überwunden, tauche man in einen unvergleichlichen literarischen Kosmos ein, schwärmt Berkel. Wer sich als Leser an das Meisterwerk machen will, dem empfehlen wir eine von Luzius Keller revidierte Fassung der Erstübersetzung von Eva Rechel-Mertens, die als Frankfurter Ausgabe bei Suhrkamp erschienen ist.

Der Romanist Karlheinz Stierle hat sie als „herausragend“ bezeichnet. Grenzenloses Hörvergnügen bereitet die kluge, nuancierte Interpretation des Romans durch den Schauspieler Peter Matić, erschienen im Hörverlag.

Suhrkamp Verlag

 

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Samuel Beckett ist einer der bekanntesten irischen Schriftsteller. Während seiner Lebenszeit erschuf er Werke, die internationale Bekanntheit erlangten. Beckett wurde am 13. April 1906 in Dublin geboren und starb am 22. Dezember 1989 in Paris. Mit seinen Werken hat er sich als einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts einen Namen machen können. Für seine Arbeit wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Mehr hier:

http://irish-net.de/Irische-Autoren–Biographien-Buchtipps-Zitate/Samuel-Beckett-sein-Leben-seine-Werke-Zitate-/

PS.: Die Auswahl der Zitate dort ist nicht so das Gelbe vom Ei.

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Fremont County Approves Over The River

The Fremont County Board of Commissioners voted unanimously this morning to approve the Temporary Use Permit for Christo and Jeanne-Claude’s Over The River. This is a significant step in the permitting process, and Christo is very pleased to have successfully reached this important milestone.

„The Fremont County permit is essential to realizing this temporary work of art that Jeanne-Claude and I first envisioned nearly 20 years ago,“ said Christo. „I am very pleased that the Commissioners have voted to approve this public work of art for Fremont County, and I want to thank them for their hard work and efforts in evaluating our application. I am glad to be moving forward with our plans to complete Over The River.“

The Board of Commissioners and County staff solicited extensive public comment when reviewing Christo’s permit application. They also considered the Bureau of Land Management’s extensive analysis of the project, as well as the nearly 200 mitigation measures addressing community and environmental concerns, as described in the Final Environmental Impact Statement. Christo is very pleased that, after carefully evaluating all aspects of the project, the Commissioners reached the same conclusion as other regulatory agencies in supporting the realization of Over The River.

Over The River will have significant benefits for Fremont County and all of Colorado, both culturally and economically. This once-in-a-lifetime experience will not only boost tourism and provide worldwide exposure for the area, but it is also expected to generate $583,000 in additional sales tax revenues within Fremont and Chaffee Counties alone.

As part of Fremont County’s Temporary Use Permit, Christo has agreed to more than 30 specific conditions. For example, Christo has committed to fund a wide variety of costs that the County may incur as a result of Over The River, including reimbursements for staff time and funds to mitigate project-related road impacts. Through the sale of his original works of art, Christo and Jeanne-Claude always funded their projects without any public subsidies, grants, commercial advertising or taxpayer support.

Christo’s next step is to submit an application to Chaffee County for a Temporary Special Events Permit, which is expected to happen within the next few weeks. Assuming the remaining permits are successfully secured, Over The River installation will begin in early 2013 with exhibition planned for August 2015.

 

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Jan Kott and Shakespeare in the 20th Century

Jan Kott and Shakespeare in the 20th Century

Polish professor who saw the significance of Shakespeare in the post-war era
King Lear (directed by Peter Brook, 1971)

On The Guardian website, theatre critic Michael Billington offers a profile of Polish professor Jan Kott: a writer ‚who drew a connection between Shakespeare and 20th-century European theatre, had a huge impact on modern-day theatrical culture‘

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He, Joe, Quadrat I und II, Nacht und Träume u.a.

Autorin: Raffaela Rogy

Samuel Beckett schrieb im Zeitraum von 1966 bis 1986 eine Reihe von Fernsehspielen für den Süddeutschen Rundfunk (SDR), in denen er neue und innovative Möglichkeiten für den Einsatz von Räumlichkeit, Klänge und Stille öffnete.

Verlag: absolut medien Erscheinungsort: Berlin Erscheinungsjahr: 2008

In der „filmedition suhrkamp“ reiht sich neben Kluge und Brecht auch Samuel Beckett mit seinen sechs Fernsehspielen, die unter seiner Mitwirkung für den SDR (heute SWR) gedreht wurden, in den Olymp der Anerkennung mit ein. Neben der DVD mit Becketts Fernsehspielen befindet sich auch ein Begleitheft mit den Essays „Erschöpft“ von Gilles Deleuze und „Samuel Becketts Fernseharbeiten“ von Dietmar Kammerer. Deleuze operiert mit analytischen, interpretatorischen und philosophischen Werkzeug an Samuel Becketts Wirken, Kammerer hingegen verschreibt sich dem aufklärerischen Handwerk mit feiner Stilistik und gewährt der Leserschaft Einblicke in die Entstehung der Fernseharbeiten Becketts.

Samuel Becketts Werke betreten meist den Raum der Reduktion und der streng festgelegten Wort- und Bewegungsabläufe, in dem sich Türen für lebendiges Schweigen, Musikalität und neue Bilder öffnen. Im ersten Fernsehspiel „He, Joe“ (1966) kommt die angesprochene Reduziertheit klar zum Tragen: eine Kamera, die ohne Schwenk und Schnitt verfährt, nimmt in einer Fahrt den Protagonisten Joe von der Totalen bis zur Nahaufnahme auf, während eine Stimme aus dem Off spricht. Im Jahre 1979 wurde eine neue leicht veränderte Version von „He, Joe“ inszeniert, die ebenfalls in die Edition aufgenommen wurde. In den Fernsehspielen „Geistertrio“, „… nur noch Gewölk …“ und „Not I“, die unter dem Titel „Schatten“ (1977) gesendet wurden, wird in den beiden erst genannten die Thematik von „He, Joe“ adaptiert, aber dramaturgisch und technisch differenziert umgesetzt: die Kamera bekommt Schnitte und Achsensprünge zugesprochen, Musik wird eingesetzt, auch Doppelungen werden integriert, etwa, in dem die für den Rezipienten sichtbaren Gegenstände von der Offstimme beschrieben werden. Ein weiteres, bekannteres Fernsehstück ist „Quadrat“ (1981), in der vier Darsteller, begleitet von Schlagzeugrhythmen, in farbigen langen Gewändern einer strikten Bewegungschoreografie mit symmetrischen Linien folgen. In der Version I von „Quadrat“ sieht man dieses „abstrakte Fernsehballett“ (Kammerer) in Farbe und in der darauf folgenden Version II in Schwarzweiß. Die beiden zuletzt entstandenen und ebenso minimalistisch gehaltenen Fernsehspiele sind „Nacht und Träume“ (1983) und „Was Wo“ (1986).

Gilles Deleuze arbeitet in „Erschöpft“ mit der Präzision eines Kupferstechers das Fernsehschaffen von Samuel Beckett heraus und bettet das schriftstellerische wie auch das theatrale Werkelement des Nobelpreisträgers ein, sodass ein hohes Maß an Aufmerksamkeit dem Leser abverlangt wird um die feinen Linien des Deleuzeianischen Bildes von Beckett zu erkennen. Um das Beckettbild zu verstehen wird dem Rezipienten Achtsamkeit und Geduld abverlangt: Samuel Beckett schöpft das Potenzial des Fernsehens so weit aus, indem er Bilder kreiert, die weder „innen“ noch „außen“ sind – sie wurzeln in einer Imagination, die weder den Stempel von „Geschichte noch kombinatorischer Vernunft“ aufgedrückt bekommen (vgl. Kammerer). Dies meint Deleuze wenn er Becketts Fernsehspielen die sogenannte Sprache III zuspricht, eine Sprache, die sich loslöst von Subjekten und Dingen um ein reines Bild zu erzeugen. Sprache I, ist jene aufzählerische Arbeit von Wörtern die in Romanen vorherrscht und erschöpft sie sich tritt die Phase der hörbaren und gesprochenen Sprache II, die auf der Bühne oder im Radio verortet ist, auf; nach der Erschöpfung dieser zweiten Sprache, schöpft Beckett die Sprache III im Fernsehen, eben indem er „[…] ein reines, unbeflecktes Bild schaff[t] […] ohne mit irgend etwas Persönlichem oder Rationalem behaftet zu sein, und zum Undefinierten vorzudringen wie zu einem himmlischen Zustand“ (Deleuze). Diesen „himmlischen Zustand“, den der schweigende Beckett mit überwiegend Grauschattierungen und der Befreiung von Sprache im Fernsehen realisiert hat gibt, wie auch die vorliegende Edition sehr schön beweist, zu denken.

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Quelle:

http://www.medienimpulse.at/articles/view/403.pdf

 

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„EDVARD MUNCH. DER MODERNE BLICK“ – VERLÄNGERT BIS 28. MAI 2012

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Border Wegen des großen Besucherinteresses verlängert die Schirn Kunsthalle Frankfurt die Ausstellung „Edvard Munch. Der moderne Blick“ um zwei Wochen bis zum 28. Mai 2012. In den ersten fünf Wochen lockte die Schau bereits 78.000 Besucher an. In dem zusätzlichen Zeitraum sind nun auch wieder Führungen für Gruppen buchbar. Angebote wie die regulären öffentlichen Ausstellungsführungen, pädagogischen Programme und das Kultur-Ticket-Spezial der Deutschen Bahn können ebenfalls bis zum 28. Mai 2012 genutzt werden. Um Wartezeiten zu vermeiden, können auf der Internetseitewww.munch-in-frankfurt.de auch für den verlängerten Zeitraum Eintrittskarten im Vorverkauf gebucht werden. 

Edvard Munch (1863–1944) wird für seine ausdrucksstarke symbolistische Malerei gefeiert und gilt als Bahnbrecher des Expressionismus. Die in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou in Paris entstandene Ausstellung in der Schirn bietet eine neue Sicht auf sein Schaffen: Edvard Munch war ganz und gar modern – so die These dieser rund 130 Werke umfassenden Schau. „Edvard Munch. Der moderne Blick“ stellt das wenig erforschte Spätwerk bis 1944 in den Vordergrund und beweist, dass Munch nicht nur ein Künstler des 19. Jahrhunderts, sondern ebenso des 20. Jahrhunderts war. Im Zentrum wird Munchs Auseinandersetzung mit modernen Aufnahmetechniken wie Fotografie und Film oder der intimen Theaterbühne stehen. Seine Werke lassen erkennen, in welchem Maß er spezifisch fotografische oder filmische Kompositions- und Erzählformen, Posen und selbst Effekte in seine Malerei übernimmt. In Ergänzung zu den rund 60 Gemälden und 20 Arbeiten auf Papier sind zwei Kapitel Munchs eigener fotografischer und filmischer Produktion gewidmet. Gezeigt werden 50 Fotografien in Originalabzügen sowie vier Filme Munchs. Ein weiterer Aspekt der Ausstellung führt vor Augen, wie der Künstler ein und dasselbe Sujet in Zeichnungen, in der Fotografie, der Malerei, der Grafik und sogar der Bildhauerei verarbeitet hat. Die häufige Wiederaufnahme von Motiven ist ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis von Munchs Werk.

ORT: SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, D-60311 Frankfurt. DAUER: 9. Februar – 28. Mai 2012. ÖFFNUNGSZEITEN: Di, Fr–So 10–19 Uhr, Mi und Do 10–22 Uhr. INFORMATION:www.schirn.de, E-Mail: welcome@schirn.de, Telefon: (+49-69) 29 98 82-0, Fax: (+49-69) 29 98 82-240.EINTRITT: 10 €, ermäßigt 8 €, Familienticket 20 €; Kombiticket mit der Ausstellung „George Condo. Mental States“ 15 €, ermäßigt 11 €; freier Eintritt für Kinder unter 8 Jahren. ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN: Di 17 Uhr, Mi 19 Uhr, Do 19 Uhr, Fr 11 Uhr, Sa 17 Uhr und So 11 und 15 Uhr. KURATOREN: Angela Lampe und Clément Chéroux. PROJEKTLEITUNG: Dr. Ingrid Pfeiffer (Schirn). ASSISTENZ: Lisa Beißwanger. SCHIRMHERRSCHAFT: Die Ausstellung steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Ihrer Majestät Königin Sonja von Norwegen und Frau Bettina Wulff. GEFÖRDERT DURCH: Willy Robert Pitzer Stiftung. MEDIENPARTNER: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Hit Radio FFH, JournalFrankfurt, VGF – Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main. MOBILITÄTSPARTNER: Deutsche Bahn.KULTUR-TICKET-SPEZIAL: Mit dem Kultur-Ticket-Spezial der Deutschen Bahn für nur 39 € (2. Klasse) oder 59 € (1. Klasse) zur Ausstellung und zurück an einem Tag. Weitere Informationen unterwww.bahn.de/kultur. ONLINE-MAGAZINwww.schirn-magazin.de.

 

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WARTEN AUF GODOT

Wann: 19.03.2012 – 19:30 Uhr

Wo: Theater Erlangen

Theaterplatz 2
91054 Erlangen
» Lageplan

Veranstalter: Theater Erlangen

Von Samuel Beckett 

Godot lässt auf sich warten. ?Und wenn er kommt?? ? ?Sind wir gerettet.? Wladimir und Estragon vertreiben sich die Zeit mit reden, streiten und Theater spielen. Das Herr-Knecht-Gespann Pozzo und Lucky kann ihnen nur vorübergehend Abwechslung verschaffen. Erhängen wäre eine Alternative, aber leider fehlt dazu der passende Strick. WARTEN AUF GODOT revolutionierte das Theater und machte den Iren Samuel Beckett mit einem Schlag weltberühmt. Aber wer ist denn nun Godot? Beckett, bekannt dafür, sich stets jeglicher festlegender Deutung zu entziehen, antwortete darauf: ?Wenn ich das wüsste, hätte ich es im Stück gesagt.? Matinée am 08.01.2012 um 11.15 Uhr im Foyercafé mit dem künstlerischen Produktionsteam und dem Ensemble. REGIE ? Katja Ott | BÜHNE UND KOSTÜME? Ulrike Schlemm | DRAMATURGIE ? Linda Best | MIT ? Werner Galas, Hermann Große-Berg, Robert Naumann, Horst Schily, Johann Voß

Weitere Hinweise:

http://www.theater-erlangen.de/index.php?id=rx58397

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Das Reale ist das Absurde

Eine Umkehr der Werte thematisierte einst Buñuel in seinem Film Das Gespenst der Freiheit. Eine der Episoden handelt von folgendem: Ein Killer besteigt einen Turm inmitten der Stadt, legt wahllos, aber gezielt Leute um, kommt vor Gericht, wird freigesprochen und ob seiner Taten beklatscht.

Maschmeyer bringt Kleinanleger um ihr Geld und wird als Held gefeiert. Erdogan gilt als Unterdrücker, ihm wird aber der Toleranzpreis verliehen. Obama erhielt den Friedensnobelpreis und führt Kriege.

George Clooney und sein Vater, die gegen das Morden demonstrieren, werden in Handschellen abgeführt. T-online präsentiert dies dann unter der Rubrik Unterhaltung:

Hollywood-Star George Clooney und sein Vater Nick sind bei einer Protestkundgebung vor der sudanesischen Botschaft in Washington festgenommen worden. Das US-Fernsehen zeigte, wie die beiden in Handschellen von Polizisten abgeführt wurden. Die Regierung in Khartum müsse aufhören, “ihr eigenes Volk umzubringen, zu vergewaltigen und auszuhungern”, hatte der Schauspieler zuvor vor laufenden Kameras auf den Stufen der Botschaft erklärt.”

Quelle:

http://unterhaltung.t-online.de/george-clooney-bei-protestaktion-festgenommen/id_54865660/index

Vorgestern erhielt ich vom Theater praesent aus Innsbruck folgende Mail, in der das Team des Theaters, welches im Begriffe ist, Warten auf Godot aufzuführen, folgendes Statement, das mir klar machte: das Absurde ist das Reale und das Reale das Absurde. Folglich ist auch die künstlerische Kategorisierung und Unterscheidung zwischen Absurdem und Realismus hinfällig:

“In einer Welt, in der es Bore-out, Burnout, Mobbing, Bossing, Arbeitslosigkeit, Krieg, Psychosen, Neurosen, Hysterien, Wahnvorstellungen, religiösen Fanatismus, 9 to 5 Jobs, Gleitzeitarbeit, 24 Stundenarbeit, Business-Flüge, Hochgeschwindigkeitszüge, Fließbandarbeit, Regelmäßigkeit, Alltag, Internet, Mail und Hoffnung gibt, kann Warten auf Godot nicht als absurdes Theaterstück bezeichnet werden. Das ist die größte Lüge, die ich je gehört habe. Und alle Menschen, die diesen alltäglichen Wahnsinn mitmachen oder diesem Wahnsinn entkommen wollen, werden endlich ein Theaterstück sehen, das sie versteht. Niemand von uns versteht “Warten auf Godot”, aber “Warten auf Godot” versteht uns!”

In diesem Sinne war Buñuel kein Surrealist, Beckett kein Absurdist, sondern beide waren und sind Realisten.

PS.: Erdogan bekommt den Preis gar nicht für Toleranz:

http://www.heise.de/tp/blogs/6/151630

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